Kids-on-Cruise.de Forum Kreuzfahrten mit Kindern

 

Kanarentour mit Kindern -

was gibt es zu entdecken ?!

Schwarze Vulkane und weisse Strände - Kanarentour mit Kindern

 pdf. zum Zeitungsartikel hier:Schülerreporter unterwegs

Lanzarote

Wir sind mit der Aida diva unterwegs - März 2008 - Erfahrungen und Tourvorschläge mit zwei Kindern

Anreisetag Teneriffa :       

Unser Flug geht für meinen Geschmack zu früh, aber so bleibt uns positiverweise reichlich Zeit für Teneriffa bevor wir ablegen - nach nächtlicher Abreise und einer durchgemachten Nacht:

Ankunft am Flughafen Süd aus Hannover ca 7.30h – Unseren Leihwagen haben wir über`s Internet vorbestellt - bei Cicar-   ab 8.00h ab Flughafen - Abgabestation dann abends Hafen Santa Cruz. Alles klappt wie am Schnürchen – die Schlange am Schalter ist glücklicherweise nur kurz.

Wir düsen direkt zum Hafen von Santa Cruz und geben unser Gepäck ab und können  auch direkt einchecken. Nach einem kurzen Frühstück  an Bord schnappen wir uns wieder den Wagen und fahren Richtung Puerto de la Cruz – die Kabinen sind ja sowieso erst ab 14h/15h bezugsfertig und am Ab-/Anreistag ist es uns  auf dem Schiff ohnehin zu ungemütlich.

Auf zum Loro Parque nach Puerto de la Cruz ( das Pinguinhaus, die Delphin - und Orca Shows sollte man nicht verpassen und für den Loro - Parque ruhig viel Zeit einplanen - er ist nicht vergleichbar mit deutschen Tierparks und für das Pinguinhaus wurde sogar eine antarktische Landschaft nachempfunden inkl. echter Beschneiung !)

Pinguine auf Teneriffa / Loro Parc

 

Der Park ist topgepflegt ( der Eintritt ist happig , aber sein Geld wert ) - eine wunderschöne , gigantische Anlage und gepflegte, gut genährte Tiere. Der Park hat für seine Tierschutzarbeit schon zahlreiche Preise eingeheimst und die Shows sind wirklich sehenswert ( Achtung: in den ersten Reihen wird man regelmässig klatschnass ;o)) spätestens dann weiss man, weshalb auch bei tollstem Sonnenschein dort Regencapes verkauft werden....

 

Achtung - gleich wird`s nass! Loro Park Teneriffa

 

Orcas im Loro Parque Teneriffa



Je nachdem wie lange man im Loro Parque bleiben möchte und je nach Wetterlage lohnt sich auch ein kurzer Abstecher zum am gleichen Ort befindlich Lago Martianez - Füsse ins Wasser oder einfach nur mal den Blick schweifen lassen.

Dann ab zum Schiff, sonst fährt es womöglich noch ohne uns ab - Auto zurückbringen und ab in die Balkon-Kabine....die Flasche Sekt, die auf unserer Kabine steht, ist leider ungekühlt ( da wurde leider nicht mitgedacht...und so trinken wir unseren ersten Drink an Bord  doch lieber an der Bar... die warme Flasche Sekt tauschen wir am nächsten Tag an der Bar gegen eine kalte um – kein Problem )

Und ganz wichtig natürlich: Die Poolparty zum Ablegen nicht versäumen !

 

 

Madeira



2. Tag Madeira

ab 14.ooH: morgens ist ja um 10.20h üblicherweise die Seenotrettungsübung und die Kinder haben gegen 11.15h dann ja mal wieder den üblichen Kennenlerntreff  des Kinderclubs im Theatrium . Irgendwie ist es doch beruhigend und gibt einem ein schönes „zuhause“-Gefühl, dass das Programm auf fast allen Aida-Reisen ähnlich im Ablauf ist.


Parallel dazu findet meist auch ein Medizinertreff für alle mitreisenden Mediziner gleich welcher Fachrichtung statt, wo das Hospital besichtigt werden kann etc... reicht aber, wenn man das einmal mitgemacht hat...aber interessant ist es allemal...( Treffpunkt steht immer in der Aida-heute )

Ab Mittag haben wir dann in Madeira bis zum nächsten Mittag für 24 Stunden ebenfalls einen Leihwagen ebenfalls mit Hafenanlieferung.

Leider ist uns das Wetter auf Madeira nicht so wohl gesonnen wie wir es gerne hätten und daher belassen wir es bei einem abgespeckten Tagesprogramm - zudem ist Ostersonntag und so gut wie alles hat zu - dafür ist Ostermontag in Portugal kein Feiertag und wir sind ja zwei Tage hier. Durch Funchal fahren Hop-On HopOff Busse direkt ab Hafenpromenade und so geniessen wir ein wneig die ersten Impressionen.

Den ersten Madeira Tag haben wir also nur mit kleinen Programm ausgekleidet und uns weites gehend am Ort in Funchal und in näherer Umgebung aufgehalten, da die Kids nicht zu müde sein sollen, es ist ja schließlich Ostersonntag und abends haben wir für uns alle vier einen Tisch im Rossini reserviert ( Tipp: Rossine-Besuche würde ich übrigens für bestimmte Tage, wie z.B. Feiertage,  im jeden Fall vorab über die Website myaida.de reservieren, kostet nichts vorab und die Reservierung muss ohnehin noch an Bord bestätigt bzw. geändert werden )

Sehenswert sind übrigens auch die Golfplätze auf Madeira.

Auch der Hafen selbst ist hübsch gestaltet mit einem Cafe / Restaurant mit unzähligen kleinen Booten, in den die Tische stehen - der Kellner geht von Boot zu Boot über Stege ( das Wasser ist aber nur einige cm tief und die Boote sind fest ! ) leider fängt es schon wieder an zu regnen und so lassen wir uns mit einem Shuttle-Boot direkt zum Schiff bringen.

 

 

Madeira - vom Liegeplatz bis nach Funchal sind es nur wenige Meter

 


3. Tag Madeira :

 

 


Unser Sohn hat vormittags einen Termin hinter den Kulissen der Aida diva, da er einen Artikel für die Zeitung als Kinderreporter schreibt und so starten wir allesamt etwas später rauf auf den Berg ... eigentlich haben wir nämlich eine Korbschlittenfahrt geplant, aber wegen des Wetters fällt diese flach und stattdessen gibt es kurz einen Abstecher in den Norden der Insel - dann zurück aufs Schiff.

Unbedingt sehenswert ist auch die Markthalle mit allerhand exotischen Köstlichkeiten ( ich wusste vorher nicht, dass ein Philodendron auch essbare Früchte trägt und die sind sogar superlecker...leider aber auch ebenso superteuer ) - Kauftip: Silver-Bananas  !!! Und wem die zu teuer sind: Auf La Palma liegen sie am Straßenrand - die reifen Stauden, die nicht verkauft werden können zur Selbstbedienung!

 

 

   

Ein Blick hinter die Kulissen - was es da zu sehen gab,

erfahrt Ihr in der Rubrik "Hinter den Kulissen"

 

...und auch, um was es sich hier handelt!

 

 

 


4. Tag La Palma :   

 

La Palma grün...


Auch hier haben wir wieder einen Wagen gemietet – ebenfalls über  Cicar – die Autovermietung ist direkt am Hafen und abends kann man es dort einfach abstellen und den Schlüssel durch ein gekipptes Fenster der Autovermietung werfen. Zwar wundern wir uns immer noch über das Gottvertrauen, aber letztendlich kann man mit dem Wagen wohl nicht runter von der Insel und außerdem muss man ja zurück aufs Schiff, daher hat diese Abgabe-Praxis wohl weniger mit Vertrauen als mit frühem Feierabend der Mitarbeiter zu tun. Eine Kaution wurde übrigens ebenfalls nicht fällig….

Hier auf La Palma haben wir einiges an Programm:

Zunächst ein kurzer Abstecher zum Nachbau der Santa Maria ( das Schiff, mit dem Columbus einst Amerika entdeckte) und unseren Kids einen kleinen geschichtlichen Nachhilfe Kurs in puncto Geschichte und Christoph Kolumbus und der Entdeckung Amerikas geben :o))

 Es gibt dort auch ein kleines Museum und das Schiff ist zu Öffnungszeiten desselben auch begehbar. Achtung: Das Schiff liegt nicht im Hafen im Wasser, wo man es vielleicht vermuten könnte, sondern mitten im Ort am Ende der Einkaufstrassen auf dem Trockenen !


... dann geht es auf Richtung Südwesten durch den langen Tunnel auf die Sonnenseite ( klimatisch trockenere und nicht so grüne Seite von La Palma ) Wie meine Schwiegermutter vorher  sagte, ist es immer wieder ein Erlebnis, durch den Tunnel durch den Berg zu fahren und nach einigen Kilometern bei völlig anderem Wetter wieder raus zu kommen...naja, das hofften wir auch, aber bei uns hat es auf beiden Seiten geregnet....aber auf der einen Seite immerhin deutlich weniger mit einigen Lichtblicken (siehe Bild oben).

Wir düsen nach Puerto Tazacorte, einem niedlichen Fischerdorf an der Südwestküste - außerdem ist das die Stelle , wo die Caldera des Vulkans regelrecht ins Meer mündet.

 

La Palma schwarz ... Tazacorte

 

Und hier an dieser Stelle am Strand regnet es auch nun zur Abwechslung mal nicht!

Dort gibt es auch einen schwarzen Sandstrand. Genaueres "Vulkanismus-begucken" heben wir uns aber für Lanzarote auf, dort ist es ohnehin am eindrucksvollsten... Auf dieser Seite der Insel liegen auch riesige Bananenplantagen und die Salinen und jede Menge wunderschöner kleiner Kirchen und Kapellen mit imposanten Lorbeer-Bäumen davor.

 

Am Straßenrand liegen immer mal wieder große Bananenstauden mit zum Teil schon reifen Früchten, die von den Bauern aussortiert wurden ( wenn z.B. schon ein paar zu reife Früchte an der Staude sind ) Die kann und darf man sich abpflücken ( Ein Taschenmesser ist hier von Vorteil...pflücken ist vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck ) und direkt essen - lecker !

Für den Abend haben wir wieder einen Tisch im Rossini und genießen ein hervorragendes Menü mit einem guten Wein.

 


5. Tag Fuerteventura:

 

 

Fuerteventura Wind und Wellen - Corralejo


Hier waren wir bereits öfter - Fuerteventura ist in erster Linie eine Insel für Sonnenanbeter und Surfer...da wir beides nicht sind, muss ich zugeben, dass sich unsere Begeisterung für diese Insel früher in Grenzen hielt...obgleich es auch hier einige schöne Orte gibt und man mit ( und ohne ) Kindern durchaus einiges unternehmen kann.

Hier ist es extrem windig - wie der Name der Insel ja schon verrät - mehr als auf allen anderen Kanarischen Inseln, obwohl sie ja dicht beieinander liegen... Die schönste Ecke ist der Süden, wo auch die Robinson-Clubs (Esquinzo und Jandia ) und der Club Aldiana Jandia liegen - diese Clubs kann man auch allesamt nach Voranmeldung und Gebühr besuchen und das All - Inklusive Programm dort nutzen.

 Jandia selbst ist ein typischer Touristen Ort und nicht wirklich sehenswert. Ist aber sehr weit und dahin sollte man wenn, dann nur mit einem Leihwagen...die Taxikosten wären immens....


Überhaupt hat Fuerteventura außer wirklich wenigen und sehr weit verstreuten kleinen Dörfern im Landesinneren ( man kann z.B. schauen, wie die Spitzendecken hergestellt werden und natürlich auch kaufen, aber das dürfte für die wenigsten Kinder auch nur ansatzweise interessant sein ) nicht wirklich viel kulturelles und historisches zu bieten - es gibt im Süden noch die berühmte "Villa Winter" und spektakuläre Felsklippen - dahin kommt man aber nur mit einem Geländewagen - sprich: Jeeptour - ...das Wrack, welches man sich lange Zeit von außen noch ansehen konnte, ist ja nun leider auch so gut wie weg...blubb...( bzw. inzwischen ganz weg ?). Dafür gibt es hier die tollsten und spektakulärsten Strände der Route !!!

 

Wir entscheiden uns hier also für den Norden:

Für Kinder  toll ist ein Ausflug nach Corralejo im Norden und siehe da – direkt am Hafen steht mal wieder jemand, der Autos vermietet.

 Da eine Kaution mal wieder nicht fällig wird und der Wagen einfach am Hafen stehen gelassen und der Schlüssel in einen Briefkasten geworfen werden soll, fackeln wir nicht lange und greifen zu ( ursprünglich wollten wir mit dem Bus fahren, aber so ist`s doch noch bequemer). 

 

Isla de Lobos vor Furteventura - Piraten Ahoi ?!

 

Zum einen sind hier im Norden die gigantischen Dünenstrände ( Für „Busfahrer“: kurz vor Corralejo aus dem Bus aussteigen - da fährt ein öffentlicher Bus im Halbstunden Takt hin und her - ist kein Problem - Taxi wäre aufgrund der Entfernung recht happig ) Badesachen einpacken, Liegen und Windschutz können gemietet werden.

Ihr müsst nur darauf achten, dass Ihr mit dem Bus nicht bis Corralejo rein fahrt ( da könnt Ihr aber auch noch hin - dazu gleich mehr ), sondern bereits bei den RIU Hotels ( fällt auf, sie stehen recht einsam inmitten der riesigen Dünenlandschaft ) aussteigt - aber da werden die meisten aussteigen - verpassen kaum möglich.

 

Wir machen eine Fahrt mit dem Glasbodenboot nach Lobos und zurück !

 

 

Blick durch den Glasboden ...Blubb...


Corralejo selbst hat nur eine kleine Badebucht, die permanent übervölkert ist und zudem auch direkt neben dem Hafen liegt... In Corralejo im Hafen halten aber auch die ganzen Sightseeing Boote - vom U-Boot angefangen bishin zum Glasbodenboot und zum Katamaran.


Es stehen überall  kleine Büdchen rum, wo man Tickets für die Boote kaufen kann ( Diese fahren zu festen Zeiten aber eigentlich stündlich - die nächste Abfahrt wird jeweils auf Uhren angezeigt und man kann die Fahrten auch kombinieren und z.B. mit einem späteren Schiff zurückfahren, wenn man auf Lobos wandern möchte )

 Auf Lobos selbst gibt es nicht eigentlich allzuviel zu sehen, aber wir erzählen unsere Kids ein paar Geschichten von einer Pirateninsel ( sie sieht auch wirklich aus wie eine kleine verlassene Pirateninsel ) und schon sind sie Feuer und Flamme ( auf  Lobos angekommen, begegnet uns nach ein paar Metern tatsächlich ein Teil eines Ziegenskeletts, was das ganze noch authentischer macht ;o))...und zu einem gruseligen Schauer führt…nicht nur auf Seiten der Kinder….

 Nach einer Stunde treten wir wieder die Rückfahrt an, diesmal  mit dem Glasbodenboot, einige Meter vor der Küste Lobos stoppt das Boot und es werden Fische mittels Futter angelockt ( irgendwie schaut das Futter ja aus, als wäre es schon mal da gewesen...wie gut, dass ich kein Fisch bin, die breiige Masse in dem Eimer erinnert zweifelsohne irgendwie an die Hinterlassenschaften nicht seefester Touristen) ....die Fische aber scheinen es zu mögen....sie kommen in Scharen - es gibt viel zu sehen !

Die Kinder sind aus dem Kiel des Katamarans nicht mehr rauszubekommen , Unmengen bunter großer und kleiner Fische tummeln sich da - wir haben Glück - der Katamaran ist top-gepflegt und die Scheiben ungewöhnlicherweise klar und  sauber und das Wasser ebenso klar - es gibt viel zu sehen, was man sonst wohl nur mit Schnorchel sehen könnte ( und dafür wäre es uns zu kalt ) - trotz heftigen Seegangs !

Ein Getränk ist auf der Fahrt inklusive und über heftige Wellen, die jedes Mal zu begeistertem Kinder-Juchzen aus den Glaskielen des Glasboden-Katamarans heraus führen, während die zugehörigen Eltern langsam aber sicher eine grüne Gesichsfarbe annehmen, geht es zurück nach Corralejo.

In Corralejo angekommen müssen wir unseren Magen ersteinmal wieder etwas beruhigen und so suchen wir uns ein nettes Restaurant und bestellen Steak und Pappas  arrugadas - kleine schrumpelige , in Meerwasser gekochte Kartoffeln mit leckerer Mojosauce - eine kanarische Spezialität, die man wenigstens einmal probiert haben sollte – es gibt sie in rot und in grün !

Dann gibt es noch eine Anzahl von mehreren Spielplätzen mit bewachten und kostenpflichtigen Trampolinen etc...und natürlich die üblichen Boutiquen und Shops.
Von Corralejo kann man übrigens rüber nach Lanzarote gucken - dieses liegt ja nördlich von Fuerte und Ihr werdet je nach Wetterlage bis nach Playa Blanca sehen können :o))

Auf dem Rückweg zum Schiff halten wir nochmal kurz bei den RIU Hotels an den Dünenstränden und da heisst es: ab ins Wasser brrr - kalt aber erfrischend. Nachdem wir genug erfrischt sind und den Sand aufgrund des Windes überall haben, düsen wir zurück zum Schiff. Wie vereinbart legen wir den Schlüssel unter die Fußmatte und hoffen, dass die Autovermieter den Wagen am nächsten Tag auch wirklich noch so vorfinden.

(Anm.: Bis heute hat sich keiner bei uns gemeldet – also scheint alles gut geklappt zu haben)

 

6. Lanzarote: 

 

schwarz auf weiss: Lanzarote ( Buchten vor Orzola im Norden )

 

( Vulkanismus und tolle Buchten ! )


Lanzarote ! Für uns die schönste Kanareninsel überhaupt - längst nicht so überlaufen wie die Nachbarinseln und hat darüber hinaus kulturell jede Menge zu bieten - dazu ist die Landschaft recht bizarr und eben außergewöhnlich.

Hier mal unser Plan:

Nach Fuerteventura sind wir ausgeschlafen und starten sehr früh in den Tag.

 Die Autovermietung Moreno holt uns ab und vor Ort erhalten wir unseren Mietwagen - wie immer ohne Kaution - Achtung- wer über deutsche Autovermietungen vorbestellt, zahlt dort komischerweise mehr und muss zudem eine Kaution hinterlegen mittels Kreditkarte...wenn man das Auto direkt dort mietet, fällt hingegen keine Kaution an...merkwürdig, aber uns soll es recht sein...


Dann geht es direkt Richtung Yaiza – zum Timanfaya ( ist überall ausgeschildert ), damit wir noch vor den ganzen Ausflugs-Reisebussen dort sind. Denn später wird es hier richtig voll !!!


Der Eintritt ist nicht teuer – ca. 8 Euro - Kinder unter 6 zahlen gar nichts...Man fährt mit dem Auto durch die Vulkanlandschaft bis zu einem großen Parkplatz, wo auch die Busse stehen - man wird eingewiesen - verfahren kann man sich also nicht.

Dort steigt man in einen der klimatisierten Busse ( entweder nach Sprachen sortiert oder auch inzwischen mit Audioguides in mehreren Sprachen - das ist nicht immer gleich ;o)).


Es folgt eine wirklich interessante Fahrt mit ausführlichen Erklärungen zur Insel und der Geschichte sowie zu den verschiedenen Eruptionen. Nach der Tour finden oben neben dem Parkplatz und vor dem Ausflugslokal noch einige Vorführungen statt, wo demonstriert wird, WIE heiß die Erde dort noch ist.

Für Kinder recht imposant - was kaum einer weiß: es gibt nicht nur den großen runden "Erdwärmegrill" in dem Lokal sondern auch dahinter noch einen kleinen, wo man eigene Sachen grillen kann ( vielleicht mal eine Scheibe Brot vom Frühstück einstecken und auf dem Grill binnen kürzester Zeit rösten - es liegen keine Kohlen darunter - nur eine Erdspalte, wo heiße Luft aufsteigt....

 

       

Auf diesem "Erdwärmegrill" können mitgebrachte Brotscheiben etc mal testweise geröstet werden - er befindet sich in einer Nische an der Seite des Restaurants am Timanfaya

 

Vulkanismus live und anschaulich erklärt - an der Ausfahrt des Timanfaya Gebiets befindet sich ein kleines Forschungsinstitut und Besucherzentrum. Die Busse halten hier nicht, daher kann man hier stressfrei wissenswertes erfahren!

 

Erdkunde für Nachwuchs-Vulkanologen - und Erdeben zum selber auslösen

 

Auf dem Weg hinaus kommt man noch an einem Museum und Forschungsinstitut vorbei, welches nur wenig frequentiert wird und unscheinbar ausschaut ( die Ausflugs-Busse halten dort nicht...) aber sehr interessant ist.

Es kostet keinen Eintritt und ist im allgemeinen Timanfaya Eintritt inkludiert. Im Museum selbst stehen zahlreiche interaktive Modelle zum Thema Erdbeben und Vulkanismus - diverse Simulationen können selbst gestartet werden. Ebenso stehen diverse Seismographen etc dort - wirklich interessant für Kinder, die sich damit auch in der Schule genauer befassen. Zudem gibt es zu bestimmten Zeiten auch multimedia Vorführungen, bei denen man „fast live“ Erdbeben und Vulkanausbrüche erleben kann. Ein kleiner Shop ist vorne auch drin (Dort muss man aber nichts kaufen...)

Nach dem Ausflug ins Timanfaya wollen wir unbedingt noch durch die Weinanbaugebiete La Geria ( muss man mal gesehen haben - es gibt auf der Strecke auch eine Bodega mit einem interessanten Weinmuseum ( El Grifo ) und einigen hübschen verwinkelten Innenhöfen, wo man Wein trinken und Tapas essen kann z.B. eine Platte mit z.B. selbst gemachten Tapas mit Weinprobe ( 3 Gläser wein für Jeden und Käse, Brot etc...zusammen für 2 Personen haben wir ganze 7,50 Euro bezahlt...für Kinder gibt es z.B. Pfirsich Saft und Softdrinks) und zahlreiche andere kleine Bodegas - ...am besten ihr sucht Euch eine aus, wo keine Reisebusse stehen....

Weiter geht es Richtung Il Golfo - aber weniger zur grünen Lagune, wo es die meisten hinzieht, sondern unbedingt weiter nördlich zum Ende der Strasse , die mit einem Parkplatz und einem Spielplatz endet.

Dort sind nämlich gigantische Lavafelder, die ins Meer münden ( aufpassen beim Kraxeln wegen Ebbe und Flut ...je nachdem, wann man losmarschiert, kann man hinterher schon nasse Füße bekommen ). Bei ebbe tummeln sich in zahlreichen kleinen Becken unzählige kleine Fische und Krabben.
Und in den Lavasteinen finden man hier die meisten Olivine - darauf sind unsere Kids aus und diesmal nehmen wir auch eine Tasche für unsere Schätze mit. Natürlich kann man die grün funkelnden Olivine dort auch an jeder Ecke kaufen, aber das macht ja keinen Spaß - also ---> festes Schuhwerk !

Wir liegen gut in der Zeit, da wir so früh im Timanfaya waren - Nun machen wir noch einen kurzen Abstecher nach Norden zum baden nach Orzola zu den kleinen Buchten - traumhaft !! ( siehe Tipps )

 

 

...wer keine Olivine suchen möchte und in den Bodegas auch nicht seine Erfüllung findet, dem empfehle ich eine Fahrt in den Norden entweder Richtung Orzola - da gibt es zahlreiche Buchten und Lagunen - traumhaft und ebenfalls nur wenig frequentiert oder zum Mirador del Rio , dem höchsten Aussichtspunkt und Lokal der Insel mit herrlichem Blick auf La Graciosa und einem beängstigen Blick hinunter die Steilklappe bergab....
Das Lokal wurde ebenfalls von Cesar Manrique erbaut ( das ist auch der Künstler, der nachhaltig dafür gesorgt hat, dass auf Lanzarote nur noch maximal dreistöckig gebaut werden darf / durfte ...inzwischen gibt es schon wieder diverse Ausnahmen... aber seither wurden keine extrem hässlichen Bettenburgen dort mehr errichtet ) - achja toll ist auch sein Haus, ursprünglich ein Künstlertreff in Vulkanblasen erbaut und heute ein Touristenziel...und natürlich die Cuevas de los Verdes mmmh...ein Tag ist für Lanzarote definitiv zu wenig - und ein Auto ist hier ein Muss, denn nur so hat man die nötige Flexibilität, sich soviel anzuschauen, wie man möchte und die Pläne je nach Wetterlage spontan zu ändern.


Interessant für Kinder und Eltern : An den Straßenrändern stehen überall riesige Kakteen, die von einem weißen Flaum bedeckt sind - nehmt mal einen Gefrierbeutel mit , haltet am Straßenrand an und zeigt den Kindern die dicken
Cochenille Läuse - die für den weissen Flaum auf den Kakteen verantwortlich sind. Die Läuse sind nicht gefährlich und verantwortlich für den roten Farbstoff, der mitunter in Gummibärchen benutzt wird ( und in Campari und diversen Kosmetika) .

 

Achtung...pickst



Die Läuse werden auf Lanzarote gezüchtet - nehmt mal eine Laus in einen Gefrierbeutel oder zwischen weiße Taschentücher und drückt mal zu....Mehr Farbe geht nicht !!! ( Die Früchte dieser Kakteen kann man auch pflücken und essen, aber sie sind über und über mit feinsten kaum sichtbaren Nadeln übersäht, die man manchmal kaum sieht...daher lieber nicht anfassen oder nur mit Lederhandschuhen...sie sind lecker ( das Fruchtfleisch )
Bei uns kommen die Kaktusfeigen ja immer nur "rasiert" in den Handel....und da stehen sie an jeder Ecke...

Puh...


7. Tag: Gran Canaria :

 

"Strassenschilder" am Hafen von Las Palmas, Gran Canaria


Hier war ich bereits vorher zweimal ...die Insel ist an den bekannten Orten typisch touristisch - allerdings ein kleines Shoppingparadies (man muss sich nur informieren...) denn durch den Wegfall diverser Zölle sind die Kanaren recht günstig und es gibt hier ( Las Palmas direkt ) auch viel teure offizielle Dependancen namhafter Marken ( Etliche Designer bringen in Spanien viel mehr tolle Kinderkleidung raus und Schuhe )......

Wir machen mit den Hop-On / Hop-Off Bussen eine Tour durch Las Palmas und besuchen im Anschluss daran das technische Museum direkt gegenüber vom Hafen...unsere Kinder wollen da unbedingt hin - kein Wunder - das echte Cockpit als Blickfang vor dem Museum wirkt ja auch wie ein riesiger Magnet auf technik begeisterte Kids und Eltern.

Hier drin gibt es alles mögliche zum anschauen, ausprobieren, anfassen und beobachten. 

Bei Schlechtwetter der ultimative Tip ! Neben nach gebauten Teilen der Raumstation ISS in Originalgrösse, Satelliten-Simulationen, physikalischen Experimenten, begehbarem Cockpit, einem nachgebildeten Flugzeugtower mit Computersimulationen zum ausprobieren und etc, beherbergt es auch ein Imax-Kino und ein Planetarium ( war bei uns gerade im Umbau )! 

 Wir bekommen unsere Kinder hier kaum wieder raus...dabei regnet es draußen nicht, aber wir haben keine Chance… es muss alles ausprobiert werden. :o) Also ein voller Erfolg !!!

 

Technisches Muesum Las Palmas Gran Canaria - interaktiv und lohnenswert


Zusätzliche Tipps:
Sehenswert ist ansonsten der Papageienpark, die Bananenplantagen und zum Baden empfiehlt sich Maspalomas... Dafür empfiehlt sich dann aber hier mal wieder ein Auto. Einen ganz grossen Bogen sollte man aber unbedingt um Playa del Ingles machen : Touristenhölle pur und nirgends sind soviele Taschendiebe unterwegs wie hier ( am schlimmsten sind die Zigeunerinnen, die Frauen und Mädchen bunte Zöpfe in die Haare flechten wollen...schnell und deutlich nein sagen...am besten schreien...sonst hat man die Finger in den Haaren und die Ladies sind wohl bei fehlender Bereitschaft zur Zahlung des nicht erwünschten Artikels auch mal schnell mit der Schere zur Hand. Aber das ist hörensagen...glücklicherweise noch nicht erlebt...


Das Landesinnere von Gran Canaria ist beinahe schöner als die Küsten - sehr schön und sehenswert ist Puerto de Morgan !!! Wieder ein Fischerort - für Gran Canaria Verhältnisse noch relativ wenig touristisch und von hier aus gibt es auch Segelboot- oder U-Boottouren ( haben hier früher mal eine Katamaran Tour gemacht - die war sehr schön und führte zu tollen Buchten, wo man dann, wenn man wollte - auch Jetski oder Banana Boot fahren konnte )

 

 



Letzter Tag Teneriffa -

 

ab 10 Uhr haben wir auch hier wieder ein Auto - unser Flug geht erst abends, so dass wir den Tag noch auf dem Schiff verbringen werden ( Den Tagesaufenthalt kann man ja auch als individuell gebuchter Gast noch nachlösen - 23 Euro pro Erwachsenen - Kinder 11,50 - Essen etc inklusive – nur die Kabinen sind halt nicht mehr nutzbar). Evtl. fahren wir zwischendurch noch mal kurz weg zum schwimmen etc und holen dann am späten Nachmittag unsere Koffer am Schiff ab und düsen zum Flughafen... schade, ein toller Urlaub geht vorbei......

 

Weitere Bilder folgen....                          Infos Whale Watching Teneriffa pdf

Kanarenkreuzfahrt: Vom Timanfaya, über Christoph Columbus Station auf La Palma bishin zum technischen Museum und der Raumstation ISS - auf den Kanaren gibt es mehr zu entdecken, als es auf den ersten Blick erscheint - auch für Kinder!

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