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Unser Reisebericht MSC Divina Karibik ab Miami April 2013 

Reisebericht MSC Divina Karibik - einmal Yachtclub und zurück

 Miami, Jamaika, Grand Cayman, Cozumel, Bahamas... bei dieser Kombination denke ich als erstes an den Song Kokomo von den Beach Boys und dann packt mich die Sehnsucht...


 

Tage 1.-3. Miami und Check in - der erste Eindruck zählt:

Reisebericht MSC Divina Karibik - einmal Yachtclub und zurück

Eigentlich, ja eigentlich, war es ein riesengroßer Zufall, dass wir diese Tour überhaupt gebucht haben. Das letzte Mal waren wir in der Karibik als es noch bezahlbar war - sprich, als die Kinder beide noch nicht schulpflichtig waren und wir außerhalb der Ferien reisen konnten.
Inzwischen sind die beiden fast 16 und 13 und zählen mit Ausnahme von Urlauben auf Kreuzfahrtschiffen ohnehin fast überall als Vollzahler.

Bei den amerikanischen Kreuzfahrtanbietern gibt es allerdings so etwas wie Kinderfestpreise nur in Ausnahmefällen und wenn dann oft nur bis zu einem Alter von maximal 11 Jahren (glücklicherweise ändert sich das aber zur Zeit zusehends)
Die meisten europäischen Kreuzfahrtveranstalter bieten zwar Kinder- und Jugendpreise, fahren die Karibik dafür aber erst im Winter an, meist erst nach unseren Herbstferien.
So kommt zum teuren Ferien Tarif, dem ebenso teuren Flug nun auch noch der preisliche Super-GAU in Form der Kombination Weihnachts-und Silvesteraufschlag hinzu....autsch...

Das in Verbindung mit unseren persönlichen vielleicht auch nicht immer so ganz einfachen Ansprüchen (Kabinentyp, Hotels etc) an unseren Urlaub erweist sich zumeist als extrem teure Kombination.
Und so haben wir zwar die Weihnachtsferien der letzten beiden Jahre zwar in Florida verbracht, jedoch nicht auf See.



Den Yachtclub konnte ich mir im Rahmen einer "Behind the Scenes Tour" auf der MSC Fantasia bereits anschauen. Nachdem wir auf der MSC Fantasia  im letzten Oktober dann noch einen "choose today- cruise tomorrow" Voucher für 10€ erstanden haben, der je nach Buchungsklasse eben bis zu 400€/$ versprach, schauten wir spontan nach, was denn so eine Yachtclubsuite auf unserer Traumroute mit der MSC Divina, die die Karibik ja ganzjährig bereist, denn wohl kosten würde. Und siehe da, sie war sogar bezahlbar.
Dank des inzwischen erreichten MSC Clubstatus wurde auch noch etliche Prozente günstiger! Ebenso bezahlbar waren die Flüge - pro Person 549€ hin und zurück von Düsseldorf nach Miami zur besten Osterferienzeit - das fällt wohl schon unter Schnäppchen und wir schlugen kurzerhand zu.

Dass die Vorfreude in den darauf folgenden Monaten fast ins Unermessliche stieg, muss man beim Anblick dieses Routenplans wohl niemandem erzählen.
Eigentlich hätten wir ja auch gerne  die 14 Tage Route mit Antillen gemacht, aber das ließ die 2wöchige Ferienzeit nicht zu, denn ein paar Tage Miami selbst sollten auch noch mit in die Planung und last but not least benötigen wir auch immer 2-3 Tage um den Zeitunterschied von West nach Ost wieder zu "sortieren" - es blieben also max 10-11 Tage Zeit:


Die ersten zwei Tage - Anreise und Yachtclub - ein erster Eindruck

Miami, Miami Beach und Meer, welches sich temperaturmäßig kaum von der Außenluft unterscheidet, herrlich...



+++ Welcome to Miami - Bienvenidos a Miami +++


Und los geht es! Am 11.04. starten wir von Düsseldorf Richtung Miami - nach einem kurzen Stopp in Mailand landet der American Airline Flieger minutiös pünktlich auf dem Internationalen Flughafen von Miami. Trotz der kurzen Umsteigezeit kam auch brav all unser Gepäck mit - ich gebe zu, nach der Geschichte von Franz von cruisetricks mit seinem verlorenen Koffer war ich doch etwas nervös diesbezüglich - aber Umsteigen in Charles de Gaulle steht uns ja noch in einem anderen Urlaub bevor...wer weiß.

Da unser Forumsmaskottchen Cruisy derweil mit Brina Stein auf Flusskreuzfahrt unterwegs ist, entgeht ihm diese Traumreise - aber wir haben dafür einen prominenten Reisebegleiter - passend zu Ostern mit langen Ohren. Und sogar Preisträger des ITB Buch Rewards - aber auch dazu später mehr.

Die Immigration geht wie schon die letzten Male flott und freundlich - jaaa, es gibt sie, die lächelnden Beamten an der Immigration!



Und so sind wir bereits 1,5 Stunden nach Landung durch die Immigration und den Zoll und samt Gepäck und Taxifahrt in unserem Hotel - dem Viceroy Miami. Mit dem Taxi kostet die Strecke vom Flughafen zum Hotel Viceroy an der Brickell Avenue um die 28$.




Hier erwartet uns nach einem freundlichen Empfang die zum Expedia Spezialpreis kurzfristig (um-) gebuchte Waterview Suite - mit viel Marmor in grün-schwarz-weiß grau und hellbeige und jede Menge teils barock angehauchte Möbel in Kombination mit hypermodernem Interieur.
Wir buchen ja ganz gerne stornierbare Raten langfristig vor, um im Falle eines Super-Schnäppchens kurzfristig vor der Reise das Hotel evtl. noch wechseln zu können - und so ergatterten wir diese  stylishe 2 Raum Suite im Viceroy an der Brickell Avenue zum beinahe halben Preis. Beim Check In gibt es als Dankeschön für eine kurze Wartezeit von maximal 10 Minuten 4 Cocktailgutscheine - nett!
(noch netter, wenn man sich die Preise auf der Cocktailkarte anschaut, da waren die 4 Gutscheine nämlich 64$ wert...)

Eigentlich ist es mir hier ja schon fast etwas zu stylish - aber der Anblick des Pools, dessen Länge olympische Ausmaße hat, macht die soeben aufgetretenen Kopfschmerzen aufgrund des auffällig gemusterten Fliesenbodens in Kombination mit dem im Schachbrettmuster designten Schreibtischs auf unserem Zimmer glatt wieder wett.


 

Etwas k.o. von der Anreise suchen wir das Hotelrestaurant auf, dessen Optik von weitaus weniger wilder Muster-Oppulenz ist - dafür sind die Speisekarten bzw. die darauf enthaltenen Speisen umso Design-freudiger. Was um Himmels Willen ist das alles?

Nachdem uns die holländische Bedienung die Speisekarte und den Bestellvorgang mit schier unendlicher Geduld freundlich und mit Linda de Mol Lächeln erklärt hat, entscheiden wir uns für eine bunte Auswahl von insgesamt 7 Vorspeisen "to share" - bei maximal zweien wissen wir zumindest in etwa, was auf uns zukommt, beim Rest beweisen wir Mut...was kann an knallgrünen in Sesamöl gerösteten Erbsen mit blumig-asiatischem Fantasienamen schon so verkehrt sein?! Die vermeintliche Pizza mit französisch-italienisch gemixtem Namen entpuppt sich als Miniatur-Flatbread mit karamelisierten Birnen mit intensivem Gorgonzola auf Rucola zusammen mit irgendetwas rot-Sprossigem - hat was...hatte ich auch schon einmal in ähnlicher Form muss ich aber nicht noch einmal haben. Gut hingegen waren die Datteln sowie das asiatische ähm-wie-war-das-nochmal...egal, es hat geschmeckt - Das soll mal einer sagen, wir hätten keinen Pioniergeist...
Immerhin, der Salat blieb das, als was er angekündigt wurde, Salat eben...

 

Dazu wird uns ein Wein-Cocktail mit Gurken gereicht - klingt etwas skurril, schmeckt aber sensationell erfrischend!

Der Blick von hier oben auf Miami ist bombastisch und wir freuen uns auf die bevorstehende Reise. Für Miami selbst haben wir nach der Reise noch zwei weitere Tage Zeit. Daher erfahrt Ihr zum Ende "nach unserer Kreuzfahrt" noch jede Menge Infos zu Miami.



Am nächsten Morgen entscheiden wir, dass soviel Fantasie auf der Speisekarte zumindest das Frühstück betreffend uns doch etwas zu suspekt ist (von dem Preis von 36$ pro Person für`s Frühstück ganz abgesehen) und wir machen uns direkt auf zum Hafen.
Für den Check in ist es natürlich noch viel zu früh, aber das Gepäck loszuwerden kann ja nicht verkehrt sein. Zum Hafen kostet das Taxi von Hotel Viceroy aus gerade mal 9 US$. Wir hätten auch alternativ mit dem Trolley kostenfrei fahren können, aber das erfahren wir erst, als wir schon angekommen sind.



Tatsächlich ist um 9Uhr morgens am Port of Miami schon irre viel los - neben der MSC Divina liegen unter anderem Celebrity, 2 Carnival Schiffe sowie die Norwegian Getaway im Hafen. Dennoch geht es geordnet und nicht annähernd chaotisch zu.
Unser Gepäck sind wir schnell los, die Koffer erhalten Priority Anhänger.
Ein Frühstück wäre jetzt nicht verkehrt, der Bayside Marketplace bietet sich dafür ja an - der Butler, der für den Empfang der Yachtclubgäste zuständig ist und uns eigentlich auch schon aufs Schiff lassen wollte, gibt uns noch den Tipp doch den kostenlosen Trolley zu benutzen, der direkt gegenüber vom Terminal abfährt.



Dieser bringt uns binnen weniger Minuten zum Bayside Marketplace - der Fahrer hat sogar noch ein paar nette Tipps auf Lager und erklärt uns, wohin der Trolley in Downtown Miami noch überall hinfährt.

Inzwischen (es ist 10.20h) haben die Temperaturen bereits die 28 Grad Marke überschritten - puh...

Bei strahlend blauem Himmel frühstücken wir im Latin America, einem kubanischen Restaurant, mit Blick auf den Yachthafen und die Ausflugsboote. Hier gibt es übrigens leckere Smoothies! Es empfiehlt sich jedoch, der Bedienung direkt bei der Bestellung mitzuteilen, dass Ihr die Getränke in normalen Gläsern und nicht in Souvenirgläsern haben möchtet, sonst habt Ihr bald eine Galerie von "Gratis"-Gläsern (dafür kostet der Smoothie in selbigen Gläsern mehr, aber das Glas ist gratis...ja ne, is klar) vor Euch...
18% Tip ist im Rechnungsbetrag bereits enthalten - das scheint hier in Miami zu variieren - während wir in Orlando und Fort Myers und auch in NYC immer selbst den Tip hinzu addieren mussten, steht er hier wohl desöfteren mit auf der Rechnung. Da heißt es also aufpassen, denn sonst zahlt man doppeltes Trinkgeld - wobei die jeweilige Servicekraft gegen 36-40% Extra Tip sicherlich nichts einzuwenden haben dürfte. Üblich sind 15-20% Trinkgeld.

Wir schlendern noch etwas durch die Shops am Bayside Marketplace (für alle Mädels: auch Victoria Secret ist hier vertreten) und nach den obligatorischen Fotos vor Bubbas Shrimps auf der Forrest Gump Bank und einem Drink in der Mojito Bar machen wir uns mit dem Trolley gegen Mittag wieder auf zum Schiff.

 


Einchecken wie ein VIP

Der Check ist bereits in vollem Gange und die Schlange der Wartenden wird bereits unten am Einlass zur Rolltreppe reguliert. Der für das Gepäck zuständige Yachtclub-Butler erkennt uns wieder und winkt uns direkt durch. Ein wenig wie ein VIP kommen wir uns schon vor, als wir an den wartenden Massen vorbei geschleust werden und in eine separate, gemütliche Lounge geführt werden - der Yachtclub-Check in Bereich.



Statt Schlange stehen bedeutet dies gemütliche Sofas und Sektempfang ( alternativ gibt es Säfte und Wasser) - auch die Bordkarte wird nicht einfach auf die Theke gelegt sondern in einem kleinen Yachtclub-Papiermäppchen regelrecht überreicht. Anschließend werden wir direkt von einem anderen Butler zur Yacht-Club Conciergerie auf der MSC Divina geführt.



Und dort gibt es: schon wieder Sekt... so allmählich bereue ich, doch nicht ein etwas üppigeres Frühstück zu mir genommen zu haben...wenn das so weiter geht, bin ich spätestens um 15h volltrunken... Nach herzlicher Begrüßung und Angabe, wann wir denn am liebsten zu Abend essen möchten (dies möchte auch der Butler wissen, damit er ganz nach Heinzelmännchen Manier in der Zwischenzeit das Zimmer herrichten kann), dürfen wir uns noch eine Zeitung aussuchen, die tagtäglich an Bord frisch gedruckt und auf die Kabine gebracht wird.



Harry, von nun an "unser" persönlicher Butler und seinerseits aus Madagaskar, führt uns im Anschluss auf die Kabine und entschuldigt sich zigfach, dass das Gepäck noch nicht da ist - der Zoll habe noch ein Auge drauf.  In der unserer steuerbord gelegenen und wirklich geschmackvoll eingerichteten Yachtclubsuite Nummer 16016 wartet dafür etwas ganz anderes auf uns... Ihr ahnt es schon: eine eisgekühlte Flasche Prosecco! Langsam frag eich mich, in welchem Zustand ich diese Kreuzfahrt wohl erleben soll...Dazu eine üppig gefüllte Minibar, mehrere große Flaschen Wasser sowie ein oppulent gefüllter Obstkorb...

Tipp: Die Yachtclub Suite 16016 ist eigentlich eine etwas verlängerte Balkonkabine. In der Kategorie YC1 gibt es jedoch auch Kabinen, die deutlich größer (breiter) sind - Mehr dazu erfahrt Ihr im Forum hier. Dort findet Ihr auch den Deckplan, damit Ihr genau wisst, wo diese Kabinen liegen.

 

Die Flasche Prosecco ist uns nun doch erst einmal etwas zuviel - stattdessen und weil das Gepäck ohnehin noch nicht da ist, erkunden wir den Yachtclubbereich und das Schiff.

Die MSC Divina ist baugleich mit der MSC Fantasia, mit der wir im Herbst unterwegs waren. Ein wunderschönes Schiff - auch und insbesondere in den öffentlichen Bereichen. Der Yachtclubbereich setzt allem die Krone auf, ist aber eher dezent integriert, so dass die Passagiere der normalen Kabinen, auch nicht permanent vor Augen geführt bekommen, was Ihnen entgeht.

 

Dabei sind es vor allem die "unbeworbenen" und somit überraschenden Kleinigkeiten, die den Yachtclub so erlebenswert machen - dazu später noch mehr, denn die Vorteile des Yachtclubs beschränken sich nicht nur auf Kabine und Pooldeck sondern eben auch auf das Prozedere im Hinblick auf Tendern und Ausflüge.

Inzwischen ist es auf dem Schiff schon recht trubelig - trotz der Angabe in den Reiseunterlagen Check in sei um 16h, ist es auf dem Schiff bereits um 14h rappelvoll - auch die Freunde aus dem KoC-Forum sind inzwischen eingetroffen...



Nach einer Stärkung im Manitou, dem Buffetrestaurant, dessen Buffet nicht ansatzweise weniger üppig ist, als das auf der MSC Fantasia (siehe Fotos),  es ist eigentlich ziemlich identisch auch vom Aufbau her, suchen wir nach unserem Restaurant für den Abend - man muss ja schließlich wissen, worauf man sich einlässt ;o)...

Was mir noch einfällt: An Getränken sind während der Buffetöffnungszeiten, Wasser, Tea, Kaffee, Iced Tea, Mango Wasser sowie Citrus Lemonade kostenfrei am Automaten verfügbar.
(Zum Frühstück auch Säfte)

 


Restaurant mit Ausblick "Le Muse" und "The Garden Pool"

Das Le Muse wartet im Heck der MSC Divina mit atemberaubendem Rundumblick auf seine Passagiere. Atemberaubend ist dabei vor allem die Tatsache, dass sich unmittelbar dahinter der bis vor einiger Zeit nur Erwachsenen vorbehaltene "The Garden" Pool befindet, der fast so etwas ist wie ein Infinity Pool, wäre da nicht die hohe Glaswand.
Der Ausblick ist somit meist wunderschön (okay, das variiert natürlich mit dem Bademodengeschmack der sich dort aufhaltenden Passagiere). Neben dem Abendessen ist das Restaurant auch zur Mittagszeit für die Yachtclubgäste geöffnet.

 
Die an den Gardenpool an der Backbordseite angrenzende Bar hat definitiv Lieblingsplatzpotenzial:
 
 


Die Sportsbar auf Deck 7 auf der MSC Divina verfügt über eine Bowlingbahn - allerdings kostet eine Partie (5 Spiele) hier schlappe 7$ pro Person - will man zu zweit oder mit mehren Personen spielen, muss die entsprechende Anzahl an Wertmünzen eingeworfen werden - als Familie mit zwei kostet eine Bowlingrunde mit 5 Spielen dann immerhin 28$.


Zurück im Yachtclub ist unser Gepäck bis auf einen kleinen Koffer inzwischen auch eingetroffen.
Die Yachtclubsuiten verfügen über begehbare Kleiderschränke (hier befeindet sich auch der Safe) sowie einen Schrank mit Einlegeböden auf der gegenüberliegenden Seite - auch vier Personen finden hier somit ausreichend Platz ihr Gepäck unterzubringen.
Besonders erwähnenswert - es gibt ein extra Regal für Schuhe - auch Bademäntel sowie Hausschuhe sind vorhanden.


 

Das Badezimmer mit Marmorwaschtisch und Badewanne (der Wasserdruck ist übrigens außerordentlich gut!) ist mit extra Yachtclubhandtüchern ausstaffiert und im Regal wartet eine Range an Pflegeprodukten - bei Bedarf kann beim Butler jederzeit kostenfrei nachgeordert werden.

Die üblichen nachfüllbaren Duschgel- und Handseifespender gibt es dafür nicht.

Abendessen im Le Muse  - Yachtclub only - Überkandidelt oder nicht? Das ist hier die Frage!

Wir haben für ein relativ frühes Abendessen zwischen 18.30h/19.00h entschieden. Pünktlich um halb sieben machen wir uns frisch geduscht auf zum Le Muse. Leger steht auf der Kleidungsempfehlung für heute Abend - naja, etwas schicker kann ja nicht schaden.
 

Am Eingang warten schon Restaurantchef, Kellner und Sommelier auf die Gäste.
Die Befürchtung, es könne hier etwas "überkandidelt" ablaufen, erweist sich als falsch wie sie falscher nicht sein könnte. Ganz im Gegenteil - eigentlich trifft es nur ein Wort so richtig: herzlich! ja richtig herzlich ist der Empfang und freundlich mit netten Worten werden wir zu unserem Tisch begleitet, den wir für diese Woche auch fest behalten sollten.
Der  für unseren Tisch zuständige Kellner kommt aus Montenegro, sein Assistent aus Italien. Schnell entwickelt sich ein Gespräch über italienische Weine und Landschaften. Man merkt: in Eile ist hier niemand - man nimmt sich Zeit für seine Gäste.



Die Speisekarte des Le Muse weicht von der regulären Karte ab - für AIDA Fans ein Vergleich: es ist beinahe so, als würde man jeden Abend im "Rossini" speisen, nur lockerer. Denn neben uns, sind auch in diesen Ferien viele weitere Familien mit Kindern und Teenagern im Yachtclub eingebucht. Und so ist die Atmosphäre ungezwungen, locker aber keineswegs laut. Gehoben aber familienfreundlich. Zum Wohlfühlen also.



Das exclusive Menü der Speisekarte mit jeweils 2 Varianten in den einzelnen Gängen wechselt täglich, wie auch auf der Karte in den Hauptrestaurants gibt es jedoch Standardgerichte, die täglich verfügbar sind, darunter Klassiker wie z.B. Filetsteak, frische Penne mit Tomatensauce, franz. Zwiebelsuppe etc. Auch kleine Extrawünsche sind möglich. Ebenso wird selbstverständlich auch die übliche Kinderkarte angeboten. Auch ein Wechsel und Mischen der einzelnen Gänge von beiden Karten ist problemlos möglich.

Auch die Getränke im Le Muse sind ebenso wie im restlichen Yachtclubbereich (Top Sail Lounge, Poolbar auf Deck 18, Minibar ) inkludiert und die Auswahl ist wirklich beträchtlich. Es gibt eine Weinkarte, zudem Empfehlungen des Tages. Ob Softdrink oder ein Glas Milch für die Jüngsten - kein Problem. Zur Vorspeise wird zudem ein Aperitif (und da ist er wieder der Prosecco...).

Das Publikum in diesen Tagen ist international gemischt - ein nicht unerheblicher Teil kommt jedoch aus Europa und so sind neben US Amerikanern sowie Kanadiern eben unter anderem auch Belgier, Franzosen, Italiener, Dänen und eben einige Deutsche anzutreffen.

Diese Mischung macht es angenehm. Glatte 2 Stunden verbringen wir hier beim Abendessen - ein Espresso zum Abschluss? Kein Problem oder wie es unser Kellner nennt "keine problema"!

Dieses charmante "keine problema" soll uns von nun an eine Woche begleiten. Bevor wir uns ins Nachtleben stürzen, führt uns unser Weg zunächst auf die Kabine - etwas Zeit bis zum Theater ist ja noch.
Die Kabine ist bereits für die Nacht hergerichtet, die Betten der Kinder gemacht und Harry hat uns neues Eis für den Prosecco gebracht und Erdbeeren mit Schokolade auf die Kabine gebracht.

Auch die Minibar wurde wieder aufgefüllt und auf allen Kopfkissen liegen edle kleine Köstlichkeiten italienischer Confiserie Kunst.

Hatte ich bereits erwähnt, dass auch der Eisbehälter auf der Minibar täglich mit frischen Eiswürfeln gefüllt wird?

Nach Theaterbesuch und einem Rundgang über das abendliche Schiff fallen wir entspannt in unsere Betten...


Morgen ist Seetag auf dem Weg nach Jamaika - Zeit das Schiff genauer zu erkunden und die Seele baumeln zu lassen... immerhin stehen uns aufregende Tage bevor!





Morgen geht es weiter mit den nächsten beiden Tagen: Seetag, Infos zum Schiff MSC Divina uuuuuund: JAMAIKA! WEieter geht es hier http://kidsoncruise.blogspot.de/2014/04/seetag-auf-der-msc-divina-auf-dem-weg.html mit vielen Bildern vom Schiff, Infos und JAMAIKA!


www.expedia.de
(Tags: MSC Divina, Karibik und Antillen, Karibik Kreuzfahrt, MSC, Divina, Kinder, Teenager, Miami, Hotel Viceroy Miami, Reisebericht, Bericht)
 

Seetag auf der MSC Divina - auf dem Weg nach Jamaika 

 

Sonntag, 13. April 2014 - Seetag

Yeah! Seetage! Wir lieben sie!

Heute ist der erste von zwei Seetagen.
Entspannung pur, Zeit um das Erlebte etwas zu reflektieren und sich auf das kommende vorzubereiten und in der Karibik heißt das vor allem: Sonne tanken!

Wir befinden uns auf dem Weg nach Jamaika. Die obligatorische Seenotrettungsübung haben wir gestern um 17h bereits hinter uns gebracht und so gibt es nichts, was uns an diesem Tag irgendwie limitieren würde.

Ausgeschlafen (was, bedingt durch den gewohnten Zeitvorsprung von 6 Stunden, ungefähr 4 Uhr bedeutet - um 6 stehen wir auf...) beginnen wir den Tag mit einem Kaffee auf dem Balkon. Herrlich!

Hatte es in der Nacht noch ordentlich gewackelt, so haben wir nun Ententeich und Traumwetter vor uns.

Die Strecke von Miami nach Falmoth/Jamaika beträgt etliche Seemeilen und wir fahren an der Nordküste von Kuba entlang.

Internet und Co

Letzteres merkt man auch daran, dass im Display der Telefon nicht Tim@Sea als Netzbetreiber auftaucht, sondern Cuba. Beides zu teuer für Internetverbindungen. Zum Glück ist das Bordnetz via WiFi  fast schon ungewöhnlich schnell. Die Preise sind nicht ganz ohne, aber es wird minutiös abgerechnet. 60 Minuten oder die weiteren gebuchten Minuten / Stunden-Pakete kann man also während der gesamten Woche aufbrauchen, vorausgesetzt man vergisst nicht, sich regelmäßig zwischenzeitlich auszuloggen.

Der Zugang zur MSC Divina Traveller App ist hingegen kostenlos. Einfach ins WLan einloggen ( Ohne Internet) und Browserfenster öffnen - schon erscheint die Option "Download Traveller App".

Da die Kids ohnehin noch schlafen, probieren wir diese mal neugierig aus. Es erinnert irgendwie ein wenig an eine Art bordeigenes Facebook. Nach dem Log In (auf allen Bordkarten befindet sich ein Internet-ID Code, denn man zusammen mit seinen persönlichen Daten eingeben muss), findet man eine Liste von Personen vor, die sich ebenfalls schon registriert haben - automatisch mit den Fotos vom Check in als Profilbild. Hier kann man nun Freundschafts- oder Kontaktanfragen stellen. Personen, die mit in derselben Kabine reisen, sind automatisch in der Kontaktliste, sobald sie sich für die App registriert haben.
Die Suchfunktion erlaubt die Suche über Namen bzw. Anfangsbuchstaben.

Ähnlich wie bei Facebook muss die Kontaktanfrage vom Empfänger auch bestätigt werden. Einfach so x-beliebige Personen hinzufügen ist also nicht.  Steht man miteinander in Kontakt, kann man sich gegenseitig Nachrichten schicken bzw. chatten - auch die Standorte kann man direkt mit übermitteln.

Irgendwie praktisch, aber für Familien mit kleinen Kindern, die nicht lesen oder schreiben können, wohl zu kompliziert. Allerdings befinden diese sich üblicherweise ja auch in der Nähe der Eltern bzw. im Kidsclub. Von daher darf man das wohl getrost vernachlässigen.

Mehr zur App auch im Forum.

Inzwischen sind die jungen Herrschaften ausgeruht und geduscht. Hatte ich schon erwähnt, dass der Wasserdruck außergewöhnlich gut ist?

An unserer Tür finden wir einen Zettel vor, man entschuldigt sich aufrichtig bei uns - leider würde die  gewünschte Frankfurter Allgemeine Zeitung keine Sonntagsausgabe herausbringen und so könnte man uns leider heute leider keine Zeitung bereit stellen.
Frederic, unser noch gerade eben 15jähriger Sohnemann, nimmt dies enttäuscht aber mit Fassung zur Kenntnis. Als Bundesliga Fan hätten ihn die Spielergebnisse interessiert. Aber für Sportberichterstattung ist die FAZ vielleicht ohnehin das falsche Blatt. Zur Bildzeitung konnten wir uns nicht durchringen.  Zum Glück gibt es ja das Internet... Die Teenie Seele ist somit gerettet (und die Stimmung des Seetags wohl auch). so what...



Der Start in den Tag - das Frühstück - 6 Möglichkeiten: 

Wir begeben uns die Treppe hinab zur Top Sail Lounge - der Lounge, die unmittelbar vor der Yachtclub-Conciergerie liegt und die gesamte Bugspitze des Deck 15 ausfüllt. Sie ist ausschließlich Yachtclubmitgliedern vorbehalten, denn auch hier sind fast alle Getränke kostenlos.

Es gibt ein "kontinentales" Frühstück mit viel Obst, Croissants, süßen Teilchen, Marmeladen und kleinen Häppchen aus Schinken, Cream Cheese (ähm, Frischkäse), Käse etc.  Kaffee und auch die üblichen Kaffeespezialitäten werden ebenso wie frisch gepresster Orangensaft am Tisch serviert. Natürlich kann man sich sein Frühstück auch direkt auf die Kabine liefern lassen.

Wer lieber ein deftiges Frühstück mit Eiern und Bacon etc bevorzugt, kann alternativ an Seetagen auch im Le Muse frühstücken oder in dem zum Frühstück freigegeben Hauptrestaurant (mit Service) bzw. im Buffet Restaurant.
Darüber hinaus gibt es noch für die Yachtclubmitglieder eine weitere Möglichkeit: Die Poolbar auf Deck 18 - auch hier wird Frühstück angeboten und hier sind auch Rührei und Bacon zu bekommen.

Wir genießen die entspannte Atmosphäre in der Top Sail Lounge und den frisch gepressten Orangensaft. Der Blick von hier vorne aufs Meer ist einfach unglaublich schön.


 
Nach dem Frühstück geht es zunächst ins Spa - die Kids sind bereits Richtung Pooldeck verschwunden. Von Deutschland aus hatten wir bereits Anwendungen vorausgebucht, nun müssen wir die Termine bestätigen - dieses ist wesentlich günstiger als die Buchung vor Ort. Der Preisvorteil war dermaßen hoch, dass ich schon glaubte, wir hätten das Spa für uns allein. Weit gefehlt - rappelvoll ist es hier am Morgen.
 
Wir bekommen den Termin für die ersten Massagen  noch für den gleichen Tag um 13.00h bzw. Peter um 13.15h - die Mittagszeit ist wohl nicht so begehrt. Wie schon auf der MSC Fantasia ist der Wellnessbereich auch auf der MSC Divina sehr geschmackvoll gestaltet. Im Fitnessbereich ist ebenfalls schon viel Betrieb. 
Yachtclubgäste haben übrigens einen eigenen Zugang zum Spa - sprich mit Bademantel muss niemand durchs öffentliche Treppenhaus. 
 
Das Spa ist größer als es auf den ersten Blick wirkt - hier findet Ihr den abfotografierten Plan (auch dieser ist im Prinzip gleich dem der MSC Fantasia und MSC Preziosa):
 
Details zu Angeboten, Specials und Anwendungen an sich kommen später in den entsprechenden Thread ins Kids on Cruise Forum
 
 
Nachdem die "Pflicht" erledigt ist, zieht es uns aufs Pooldeck, hier ist es wunderbar leer und das an einem Seetag. Leztendlich liegt es wohl auch daran, dass die zuständigen Crewmember regelmäßig frische Handtücher auf denLiegen verteilen und die alten abräumen - unbenutzte Liegen sind also schnell enttarnt. Auch "vergessene" Bücher etc werden nach kurzer Zeit abgeräumt, die Sachen werden aber sicher aufbewahrt und können an der Yachtclub Rezeption abgeholt werden.
 
MSC Divina The One Pool - Deck 18 - MSC Yachtclub-Pool
 
 
 
Im öffentlichen Bereich stehen den Gästen übrigens drei Pools zur Verfügung (zur Info: die Pooltemperatur in den Pools beträgt im Schnitt um die 26° C , in den Whirlpools 37°C), einer davon ist bei Bedarf überdacht.
 
Auch auf dem Hauptpooldeck gibt es um 11:00h noch freie Liegen - allerdings müssen die Badehandtücher hier  gegen Bordkartenregistrierung abgeholt werden - deshalb ist man mit dem Abräumen offensichtlich reservierter aber unbenutzer Liegen hier nicht ganz so fix wie oben, wo die Handtücher bereits vorab auf die Liegen gelegt werden. Abgeräumt wird aber wohl auch hier auf dem Pooldeck.
 
 
 
 
Der meiner Meinung nach schönste Pool befindet sich wie schon erwähnt im Heckbereich auf Deck 15 - "The Garden Pool" Ein Traum - oder? Früher war dieser Bereich ausschließlich Erwachsenen vorbehalten, inwzischen ist er aber komplett öffentlich, dennoch nie so voll wie auf dem Hauptpooldeck.
 
MSC Divina Infinity Pool - The Garden Pool Deck 15 im Heck ist ein Infinity Pool Bild: C.Starmann/kids-on-cruise.de
 
Auf dem Yachtclubpooldeck an der Poolbar gibt es neben Cocktails mit und ohne Alkohol  und diversen alkoholischen und natürlichen unalkoholischesn Getränken auch ein kleines Mittagsbuffet, ganztägig frisches Obst, sowie nachmittags frische Nutella Crêpes. Ohne Bezahlung versteht sich.
 
Den alkoholfreien Mango-Cocktail kann ich jedenfalls empfehlen und Lucas, unser 12jähriger Junior, ist erklärter Fan des Strawberry-Caipirinhas:
 
 
Nicht nur im Yachtclub, sondern auch auf dem öffentlichen Pooldeck gibt es übrigens täglich ( nicht nur an Seetagen)  gratis Softeis aus der Maschine zum "selber zapfen" - von 14.00h bis 17.00h - für die Nutella Crêpes muss jedoch bezahlt werden, es gibt es aber auch hier - sie kosten 3,90€.
 
 
 Nach einem ersten Sonnenbad geht es auf ins Spa - die Kids entscheiden sich, heute mal "ohne die Eltern" ins Buffetrestaurant zu gehen und sich auf die ihrer Meinung nach super Burger und Salat zu stürzen. 



Im Spa werden wir in die üblichen Kabinen geführt mit Meerblick - getrennt. Ich werde von einem jungen Mann aus  Bali betreut und Peter von einer Frau aus Südafrika. Es bleibt also international auch hier. 

Vom grandiosen Ausblick bekommt man während der Massage freilich eher wenig mit. Für die Teilkörpermasagen ( nur Schultern & Rücken) haben wir von Deutschland aus vorab 50$ bezahlt.  Darin enthalten wäre auch der Cruise Pass für das Spa für die ganze Woche, dies erübrigt sich jedoch, weil man als Yachtclub Mitglied dort ohnehin freien Zugang hat.
Im Anschluss gibt es noch ein kühles Getränk.

Im Laufe der Woche sollten noch einige tolle Angebote für`s Spa erfolgen - wer also nicht auf bestimmte Anwendungen festgelegt ist, der findet spontan noch ausreichend Möglichkeiten. Die Spa-Angebote findet Ihr auch im Forum.

Für Kids- und Teens sind Bowling und 4 D Kino im Rahmen der Betreuung kostenfrei

Kids und Teens treffen sich nach der Mittagszeit gegen 15h im Kids- bzw. Teensclubbereich. 

Auch hier ist der Route und dem Abfahrtshafen entsprechend das Publikum international und es herrscht ein lustiges Sprachen-Durcheinander. Trotzdem scheint die Kommunikation zumindest bei den Teens super zu klappen, denn der Teensclub ist rappelvoll. 
Trotzdem bilden sich Grüppchen - vor allem die Franzosen an Bord bleiben offenbar auch gerne unter sich. Frederic freundet sich schnell mit einer bunten Gruppe Deutscher, Schweizer, Österreicher und Belgier an. Am Nachmittag und Abend geht es auch schonmal gemeinsam zum Bowling oder ins 4 D Kino und das kostenfrei - Dinge, für die man sonst außerhalb des Teensclubs bezahlen müsste.
 
Mehr zum Thema Kids und Teens und beispielhafte, eingescannte Kids-Club-Programme und Teensclubprogramme  findet Ihr bereits im Kids on Cruise Forum auch zum download, so dass ich an dieser Stelle darauf verzichte. Die Teens Toboga (Wasserrutsche über 2 Decks) ist auf unserer Tour fast durchgehend geöffnet und unter Aufsicht.
 
Schlumpfhausen liegt backbord
 
Der Kidsclub für die Kinder bis 11 Jahre ist Schlumpfhausen  - ein knuffiges Schlumpfhaus wartet samt Rutsche im überdachten Außenbereich darauf erkundet zu werden.
 

 
 
Kids und Teens ab 12 Jahre treffen sich auf der Steuerbordseite (also in Fahrtrichtung rechts) im Teensclub nebst eigener Graffiti Disco. Auch die Wasserrutsche ist hier zu finden - sie darf von Kids und Teens gleichermaßen benutzt werden und ist beaufsichtigt. 
 
Außerhalb des Kidsclubs gibt es bugseitig auf Deck 15 ( auf der das Hallenbad umgebenden Galerie also) zudem noch schön windgeschützte Tischtennistische sowie Kicker:
 
 


Shoppen und flanieren - wo kann man sparen?

 
Neben der Möglichkeit sich einen Sonnenbrand zu holen, gibt an Seetagen natürlich noch viele andere Freizeitmöglichkeiten - so finden in den Bars teilweise Quizspiele seitens der Animation statt, bei denen es kleine MSC Preise wie Kappen und Handtücher zu gewinnen gibt, im Theater werden die kommenden Destinationen samt möglichen Ausflügen vorgestellt und man kann nach Herzenslust zollfrei shoppen.
 
Zigaretten kosten die Stange je nach Marke zwischen im Schnitt um die 26$-30$. Uhren und Schmuck gibt es aktionsweise zu reduzierten Preisen. Hier sollte man allerdings die deutschen Preise kennen um nicht auf allzugroße %-Reduzierungen hereinzufallen. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass der ausgezeichnete und nach Reduzierungen verlangte Dollarpreis unserem Europreis entspricht, was nach derzeitigem Wechselkurs mitunter einen Preisvorteil von satten 25% ausmacht...
 
Bei einigen Marken, wie Tommy Hilfiger, Ralph Lauren, Old Navy etc hat man sich den US amerikanischen Preisen angepasst, hier sind teils deutlich größere Preisvorteile gegenüber europäischen Preisen drin, vor allem bei reduzierter Ware.
 
Eine Auswahl Valentino Taschen gab es z.B. für 89$
 
Preisbeispiele Uhren: 

Boss Chronograph hier in Deutschland bei Juwelier Christ 359€ an Bord nach Abzug aller Rabattaktionen 340 U$ - also ca 270€
 
Der Citizen Promaster Sky Chronograph kostet hierzulande regulär 550€ im derzeit günstigsten Angebot 420€, an Bord nach Abzug aller Rabattaktionen 360 US $ - macht ca 280€
 
Nicht allzu sehr verführen lassen sollte man sich hingegen von der Marke Invicta, die ebenfalls angeboten wird, und den hochgepriesenen minus 70% an Bord - diese "Marke" wird auch in Deutschland regelmäßig bei Shoppingclubs verramscht. Um ehrlich zu sein, habe ich noch nie einer Uhr dieses Anbieters irgendwo zum regulären Preis gesehen...
 
Schmuck:
 
Neben diesen eher erschwinglichen Mitbringseln führt der Bordjuwelier auch Montblanc und Designer Schmuck wie Bulgari - der Klassiker B-Zero Ring rosegold/schwarz kostet an Bord 1100$ - in Deutschland regulär 1050€-1100€. Eine Preisersparnis ist also auch hier gegeben und vor allem Wechselkurs bedingt. Denkt nur bitte an die Zollfreigrenzen... (430€ pro Person) sonst ist die Ersparnis womöglich schnell dahin.
 

 
 
 
Sehr einladend ist  die Piazza auf Deck 6 zwischen Rezeption und Casino - rund um den kleinen "Marktplatz mit Cafe" unter einem künstlichen Sternenhimmel reihen sich Juwelier und Shops aneinander und für den kleinen Appetit zwischendurch gibt es hier kleine Köstlichkeiten sowie Eis und Getränke (gegen Aufpreis)
 
Genug gebummelt - heute ist Gala-Abend.  Allerdings ist das ein weiter Begriff - viele Familien mit Kindern ziehen das Buffet Restaurant vor, trotz das abendlich deutlich eingeschränkten Buffets - denn das Hauptaugenmerk liegt bei MSC auf den Bedienrestaurants. Pizza und kleine Snacks gibt es jedoch fast rund um die Uhr im Buffetrestaurant.
 
Im Yachtclubrestaurant treffen wir einen einzigen Herrn im weißen Dinner Jacket an - einen weiteren Herrn im Smoking, einige Damen in schicken Cocktailkleidern - im langen Abendkleid niemanden. Der Rest ist durchaus elegant gekleidet aber nicht in "Gala" bzw. langer Abendrobe, wie man es denken möchte. Ohnehin scheint es im Yachtclubrestaurant etwas entspannter in dieser Hinsicht zuzugehen, denn auch an den Mottotagen, tragen die Kellner nicht die sonst gewohnten Kummerbunde in den italienischen Nationalfarben und ähnliches. 
 
Gegen 20h  betreten zwei Violonistinnen die "Bühne" bzw. posieren sich vor dem Notausgang und geben einige sehr angenehm klingende Sonaten zum besten. Zum Abendessen gibt es heute u.a. Champagnerrisotto, frischgemachte Nudeln mit Steinpilzen, Meeresfrüchte-Salat, Filetsteak vom Angusrind und andere Köstlichkeiten. 
 
 
Nachdem wir auch heute wieder knapp zwei Stunden im Restaurant verbracht haben,  gehen wir direkt Richtung Theater. 
Auf den MSC Schiffen finden die Shows jeweils zweimal statt. Dabei orientiert man sich an den Tischzeiten der Hauptrestaurants - einmal um 19Uhr für die Gäste der zweiten Tischzeit, die danach zum Essen gehen und ein weiteres Mal um 21.00h für die Gäste der ersten Tischzeit, die dann bereits fertig sind mit dem Essen.
 
Frederic düst vom Restaurant Le Muse direkt in den benachbarten Teensclub - ihn werden wir vor Mitternacht kaum auf der Kabine antreffen, Lucas ist hingegen ebenso wie wir ziemlich müde.
 
Nach einem kleinen Cocktail in der Top Sail Loungebegeben wir uns auf die Kabine, irgendwie sind wir doch wie erschlagen und vielleicht doch zu früh aufgestanden - dort wartet erneut ein Teller mit kleinen Köstlichkeiten auf uns, sowie unsere Ausflugstickets für den nächsten Tag und Das MSC Daily Program (wobei es hier eine Sonderausgabe für den Yachtclub gibt, mit den Zeiten der Yachtclubrestaurants und Bars). 
Den Ausflugstickets liegt die Info bei, dass wir die Uhren in dieser Nacht auf karibische Zeit zurückstellen   - also nun Deutschland minus 7 Stunden. 
Prima, somit müssen wir uns morgen nicht ganz so früh zum Ausflug treffen. Treffpunkt für die Ausflüge ist auch hier wieder die Conciergerie. 
 
 
 

www.expedia.de JAMAIKA: "Shopping" und Marihuana in der Kirche Montag - 14.04.2014 JAMAIKA!

Die Einfahrt nach Falmouth/Jamaika ist geprägt von zahlreichen Untiefen und erfordert schon etwas Konzentration.

Hier empfangen uns Reggaerhythmen und Temperaturen knapp unter 30 Grad ( und das um 9.00h).
Bei diesem Anblick kann ich Christoph Kolumbus Begeisterung schon verstehen, welcher bei der Entdeckung Jamaikas in sein Logbuch schrieb "Das schönste Eiland, dass je ein menschliches Auge erblickt hat" - wenngleich damals weder diese Häuser noch der Reggae auf ihn gewartet haben dürften...


 
Wenige Meter neben dem Schiff erkennt man unschwer Sandbänke und bekommt eine Ahnung davon, wie knapp die Einfahrt hier ist. 


 

 
 
Heute gibt es tatsächlich eine Tageszeitung - unglaublich - handlich im DinA3 Format in Farbe und gebunden - Klasse! In diesem Format hätte ich gerne mal unsere Tageszeitung in Deutschland!


 
 
Der kleine Hafen von Falmouth ist ganz offensichtlich recht neu und an sich schon schön zu sehen - kein Vergleich zu den Industriehäfen, in denen man auf der Mittelmeerroute desöfteren anlegt.
 



Wir treffen uns zum genannten Zeitpunkt an der Yachtclubconciergerie und bekommen unsere Ausflugsaufkleber sowie Wasser für den Ausflug. Von einem der Butler wird unsere Gruppe direkt an Land durch das Hafengelände mit all seinen Shops zu den jeweiligen Treffpunkten der Busse geführt und wir sind merklich vor den anderen Passagieren dort. 

Zum Glück gibt es schattige Pavillons. Ich habe nämlich nach dem gestrigen Seetag schon den ersten
leichten Sonnenbrand auf der Nase trotz Lichtschutzfaktor 30.     Die Ausflüge finden hier übrigens oftmals in deutlich kleineren Bussen statt, als viele es von den Mittelmeerrouten etc. gewöhnt sind, das gefällt uns!

 Urspünglich hatten wir ja vor, einen Ausflug nach Ochos Rios zu den Dunn`s River Falls zu buchen. Hier kraxelt man in einer Menschenkette die Wasserfälle empor. Das nächste Mal werden wir das auf jeden Fall machen.
Aufgrund von Peters Knieverletztung und dem weiteren bevorstehenden Programm an den nächsten Tagen, haben wir aber auf "Die Highlights von Montego Bay und Shopping" umgeschwenkt.... Dass das vielleicht NICHT unsere beste Entscheidung war, merken wir fix ...wobei so richtig schlecht war sie irgendwie dann auch nicht, zumindest lustig, aber der Reihe nach: 

Das Wort Highlights nimmt die sympathische und mit jamaikanischer Fröhlichkeit gesegnete Touristenführerin in dem Bus kaum noch in den Mund, stattdessen hören wir nur noch "Shopping" und uns schwant fast schon Schreckliches. 

Rose Hall

Vorbei geht die Fahrt Richtung Montego Bay an Rose Hall, jener von Anni Palmer geführten Planatage, die der Legende nach ihre drei Ehemäner allesamt durch einen plötzlichen und gewaltsamen Tod verlor. Auch, wenn ihre Schuld nie bewiesen werden konnte, stand sie in dem Ruf, extrem grausam zu sein. Angeblich irrt ihr ruheloser Geist noch heute durch die Hallen von Rose Hall.
 

Kaum weniger gruselig als diese Geschichte ist Stopp Nr 1 kurz darauf: Eine Art Flohmarkt, bestehend aus einem guten Dutzend Bretterbuden auf einem verlassenen Parkplatz. Wir sind die einzigen Menschen dort und von den Bretterbuden hatten gerade mal drei geöffnet. Etwas ratlos stehen wir nun alle hier und fragen uns: was soll das werden?

Nach kurzer Zeit geht die Tour weiter an Hotelanlagen und unzähligen halbfertigen Häusern unterschiedlichster Architekturstile vorbei, zu denen der weibliche Tourguide etliches zu erzählen weiß. Somit ist es immerhin durchaus recht interessant. Zudem gibt es einen Crash Kurs in jamaikanischem Slang, der für herzliche Lacher sorgt. Immerhin wissen wir, dass die Bezeichnung "Wicked Bumper" ein Kompliment für eine wohlgeformte Frau darstellt und Muma und Puma - Mama und Papa heißt.

Trotz Bob Marley und Reggae: Marihuana ist auf Jamaika illegal...außer... in Kirchen!

 


Unterwegs erfahren wir noch etwas zur Geschichte der der Rastafari, Bob Marley und des Reggae. So ist Handelt es sich bei Rastafari um eine um 1930 auf Jamaika entstandene Glaubensrichtung, die ihre Ursprünge im Christum findet und einen starken Bezug zum alten Testament aufweist. Ebenso findet die Forderung nach einer Rückkehr in die Heimat der als Sklaven verschleppten Vorfahren eine starke Beachtung. Einige von den Rastafaris konsumieren Haschisch zu "spirituellen" Zwecken, um zumindest geistig nach Afrika zurückzukehren.

Das erklärt wohl auch, weshalb Marihuana zwar auf ganz Jamaika illegal ist, jedoch in Kirchen dieser Bewegung ganz legal konsumiert werden darf. Ein weitere Ort, wo Marihuana erlaubt ist, ist übrigens das Bob Marley Museum, welches bei den Rastafari ebenfalls als spiritueller Ort gewertet wird.

Steeldrums neben der Orgel

Unmittelbar nach diesen Ausführungen erklärt uns die jamaikanische Touristenführerin, dass unser nächster Stopp eine Kirche sei, was zu viel Gelächter im Bus führt. Aber weit gefehlt, es handelt sich um eine "normale" Kirche. Diese ist allerdings durchaus sehenswert und verfügt über eine lange Geschichte. Besonderes Highlight aus europäischer Sicht: Auf der Empore direkt neben der Orgel befinden sich unzählige Steeldrums - hier finden auch regelmäßig Konzerte statt, wie die Plakate unübersehbar verkünden.



Von hier aus geht es zu Jimmy Buffet`s Margaritaville Sports Bar am sogenannten Hip Strip - auch hier werden wir wieder "dezent" auf den benachbarten Souvenirshop hingewiesen.  Direkt an die am Wasser liegende Bar angrenzend ist ein kleiner "Wasser-Freizeitpark" mit Rutschen und Schwimminseln. Die rostigen Gestelle der Rutschen verheißen jedoch nichts Gutes, zumal das darunter reichlich felsig ist. 
Leider ist eine Verständigung in der knallbunten Bar ohnehin nicht möglich - zu gut meint es der DJ... mit der Lautstärke dürfte auch die Poolbar auf dem ca 25km entfernt liegenden Schiff noch beschallt werden. Mit dem Gratis-Getränk, einem künstlich schmeckenden Fruchtpunsch, verlassen wir fluchtartig das Gebäude. Treffpunkt ist natürlich prompt vor besagtem Souvenirshop... hier gibt es die üblichen Bob Marley Shirts und Jamaika Fähnchen in allen Größen.  Müssen wir nicht haben. 




Dabei ist die Ecke an sich vielleicht gar nicht so übel - wir entdecken einige schöne Häuser mit tollen Vorgärten:



Da wir nun ganz offenbar mit den "Highlights von Montego Bay"  am Ende sind, geht der Weg zurück. Allerdings nicht ohne noch einmal einen Shopping Stopp einzulegen - diesmal in Rose Hall. 




Die Einkaufsstrasse ist eigentlich ganz nett gemacht - viel los ist hier jedoch nicht. Und zollfrei hin oder her, die preise laden auch nicht gerade zum shoppen ein - 30$ für 200gr. jamaikanischen Kaffee sind mir dann doch etwas zuviel für ein Urlaubsmitbringsel dieser Art.  Wir kaufen jedoch einige Gewürze ( duftender Muskat und noch duftenderer Kakao) ein und schauen uns die Auslagen der auch hier reichlich vertretenen Juweliere an. Zollfrei mag es sein, deutlich günstiger als bei uns dennoch nicht - mir fällt eigentlich nur ein Wort ein: Abzocke.
 

Glücklicherweise soll dies der einzige Flopp auf dieser Traumreise bleiben. Und eigentlich hätte man es bei der Ausflugsbeschreibung auch erahnen müssen. Aber irgendwie haben wir uns wohl von dem viel besungenen "Montego Bay" etwas blenden lassen.
 
Wunsch der US-Amerikaner: Europa bereisen

Und die Shoppingstopps haben auch etwas positives: Wir kommen mit vielen mitreisenden Gästen ins Gespräch. Zum Beispiel mit einem Paar aus Colorado. Wie viele, die wir in diesen Tagen kennenlernen, haben auch sie bereits einige Jahre in Deutschland mit der Army verbracht. Die beiden sind begeistert von der Divina und dem Ambiente und möchten unbedingt mit diesem oder einem baugleichen Schiff das Mittelmeer  und speziell Italien bereisen ( wie wir zwischenzeitlich erfahren haben, haben sie im Sommer 2015) nun Gelegenheit dazu. Ob es nun typisch amerikanische Höflichkeit war oder echte Begeisterung: Das hören wir noch etliche weitere Male von US-Amerikanern an Bord und das erklärt vielleicht auch, weshalb die Divina im Sommer 2015 für einige Monate nach Europa zurückkehrt und  diese Reisen auch speziell in den USA stark vermarktet werden sollen.

Nach der Rückkehr bummeln wir noch etwas durch die Geschäfte am Hafen - ohne etwas zu kaufen. irgendwie reizt uns nichts davon so richtig.

Delphine begleiten die MSC Divina

Zurück auf dem Schiff und kurz erfrischt, erholen wir uns bei einem alkoholfreien Cocktail an der Poolbar und genießen den Ausblick auf Falmouth. Das Ablegen überrascht uns mit einem echten Highlight:

Unzählige Gruppen von Delphinen begleiten das Schiff aus dem Hafen - leider ist es nur mit dem Handy bewaffnet vom hoch auf Deck 16 gelegenen Balkon unserer Kabine nicht ganz so einfach, sie zu fotografieren, aber das fast eine halbe Stunde dauernde Schauspiel ist ein echtes Erlebnis. Ich habe noch nie so viele Delphine auf einem Haufen gesehen - nicht einmal bei Whale & Dolphin Watching Touren.

 
 


Unser nächster Hafen wird Georgetown Grand Cayman sein. Harry bringt uns unsere Ausflugstickets auf die Kabine und außerdem einen Umschlag mit Priority Tendertickets - letztere brauchen wir zwar nicht, da wir ohnehin einen Ausflug gebucht haben, aber so werden wir auf diesen prima Service für Yachtclub-Passagiere aufmerksam... nett...sehr nett... (ob es die anderen Passagiere auch so freuen wird wie uns, sei mal dahingestellt) 
Allerdings haben ohnehin viele Gäste Ausflüge gebucht und so werden sie ohnehin zu festen Zeiten übergesetzt.



Das Motto des heutigen Abends ist Italien - grün weiß rot - grüne Hose, weißes Shirt kann ich anbieten, rot ist zumindest meine Nase...

Auch, wenn im LeMuse die Kleiderordnung eher sekundär zu sein scheint, gibt es eine Polonäse mit Torte und den Köchen, die sich vorstellen - das ganze zwar weitaus weniger temperamentvoll als üblicherweise in den Hauptrestaurants ( Servietten schwingt hier niemand) aber gesungen wird auch hier:



 
Im Theater geht es ebenfalls italienisch zu - also übt schon mal fleißig Azzuro...:

"Azzurro, il pomeriggio è troppo azzurro
e lungo per me.
Mi accorgo
di non avere più risorse,
senza di te,
e allora
io quasi quasi prendo il treno
e vengo, vengo da te,
ma il treno dei desideri
nei miei pensieri all'incontrario va..."


(tags: MSC Divina, Karibik, Jamaika, Ausflug Montego Bay, Kreuzfahrt, Seetag, Reisebericht MSC Divina Karibik)

 

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"Hey Dude - gimme five" - Die Turtle Farm auf Grand Cayman - Bild copyright: Christine Starmann www.kids-on-cruise.de
Las Tortugas nannte Christoph Kolumbus die heutigen Cayman Inseln, da er Herrscharen großer Meeresschildkröten dort entdeckte, die er der Legende nach zunächst für Felsen im Meer hielt.

Der erste Blick kann eben täuschen - auch heute noch bzw. wieder: Von der Ferne aus wirkt Georgetown auf den ersten Blick nämlich gar nicht mal so attraktiv: Das Erste, was man wahr nimmt, sind einige für die Karibik ungewohnt hohe Häuser. Dabei ist Georgetown auf Grand Cayman alles andere als eine Hochhaussiedlung - ganz im Gegenteil.
 Die wenigen hohen Häuser, die man von Weitem aus erkennt, beherbergen Versicherungen und Banken ( und wahrscheinlich etliche Dutzend Briefkastenfirmen...)  Das drumherum ist optisch durchaus ansprechend und einladend! Und befindet man sich erst an Land, nimmt man diese Gebäude komischerweise gar nicht mehr wahr.

Grand Cayman ist die größte der Cayman Inseln, die zu den Britischen Antillen gehören. Dementsprechend wird hier links gefahren und die Queen ziert die ebenso Banknote des Cayman Dollar. 
Sehenswert ist unter anderem die Schildkrötenfarm und der berühmte Seven Mile Beach - und natürlich ein Besuch der "Hölle" - auch Taucher und Schnorchler kommen laut Reiseführer voll auf ihre Kosten.




Soviel zur Theorie... Wir werden mit strahlendem Sonnenschein vor Georgetown / Grand Cayman und wieder einmal karibisch-warmen Temperaturen begrüßt. Kurz vor uns ist schon die Carnival Glory angekommen.

Heute wird getendert. Unsere Priority Tender Tickets, die gestern auf unsere Kabine lagen, benötigen wir nicht, da wir auch hier einen organisierten Ausflug gebucht haben. 

In der Yachtclub Daily stehen auf der Titelseite zur Übersicht die Startzeiten aller Ausflüge.  Wir haben die große Inseltour und Tiki Beach gebucht. 

Zu Stingray City konnten wir uns dann doch nicht durchringen, auch wenn selbst Tauchseiten einen Ausflug empfehlen. Angefütterte Meerestiere streicheln und womöglich noch hochheben... da streikt unser Junior OWD Taucher Lucas und klärt uns über den Ehrenkodex der Taucher auf. Niemals Meerestiere anfassen! 

Ok, wir hören ja auf unsere Kinder und Frederic konnte sich für Rochen eh nicht begeistern...und um ehrlich zu sein: ich selbst auch nicht...

Unser Ausflug startet erst gegen 10.30h und so gönnen wir uns wieder mal ein entspanntes, kontinentales, Frühstück in der Top Sail Lounge (an diesen Service könnte ich mich wirklich gewöhnen...) - zwar ohne Rührei und Co, aber dafür mit frisch gepresstem Orangensaft und duftendem Capucchino und das ohne Gedrängel und Wartezeit.
Nach einem kleinen Ausflug aufs Pooldeck begeben wir uns pünktlich zu unserem Treffpunkt an der Yachtclub-Conciergerie der MSC Divina. 

Auch heute werden wir nach kurzer Wartezeit von einem der Butler nach unten begleitet, diesmal geht es durch einen separaten Weg ohne  bzw. erst mit relativ spätem "Kontakt zur regulären Schlange" direkt zur Ausschiffung zu den Tenderbooten.

Warum es sich manchmal lohnt, der letzte im Tenderboot zu sein:

Wir ergattern die letzten Plätze im bereits vollen Tenderboot ( was letztendlich egal ist, denn das nächste steht ja schon in den Startlöchern). Aber dadurch, dass wir die letzten sind, sitzen wir direkt am Ausgang, d.h. keine Scheibe und die Chance auf wirklich traumhafte Fotos!


 
Denn so manche Perspektiven bieten sich einfach nur beim Tendern und der fast schon unnatürlich strahlend blaue Himmel tut sein übriges dazu, dass mir diese Schnappschüsse trotz wackeliger Überfahrt mit dem Handy gelingen:
MSC Divina auf Reede vor Georgetown/GRand Cayman Bild: C.Starmann www.kids-on-cruise.de
Carnival Glory auf Reede vor Grand Cayman - copyright: C.Starmann/ www.kids-on-cruise.de
 

Angekommen am Anleger in Georgetown bedauern wir schon fast, überhaupt einen Ausflug gebucht zu haben, der der Ort ist wirklich hübsch, sauber und mit schönen, teilweise sehr exclusiven Geschäften. Man merkt gleich, dass in Grand Cayman das Geld zuhause ist und offenbar landet nicht alles davon bei "Briefkasten-Banken". Wow!

Flotten Schrittes werden wir durch den Ort zu unserem Bus geführt - oder besser gesagt zu unserem Kleinbus - denn auch hier steht kein allzu großer Reisebus am Parkplatz. Auch hier finden die Ausflüge in angenehmer Gruppengröße statt. Wir bekommen allesamt vorab Gutscheine für den Tiki-Beach Beachclub Zugang, für Sonnenliegen sowie ein kaltes Getränk und zudem eine kleine, sogar mehrsprachige Infobroschüre zu unserem gebuchten Ausflug. 
Das Wort "Shopping" taucht nicht auf - beste Aussichten also!

Unser Busfahrer ist gleichzeitig Tourguide. Und er weiß viel zur Insel zu erzählen und ist offensichtlich auch zum Thema Heilpflanzen sehr bewandert. Spannend berichtet er von der Geschichte der Insel und legt auch schon mal eine kleine Bremsung ein, um auf am Straßenrand wachsende Baumwollpflanzen hinzuweisen sowie traditionnell verwendete Heilpflanzen hinzuweisen und erklärt auch gleich Wirkung und Anwendungstipps.

400 Banken sollen auf den Caymans beheimatet sein, über 240 davon alleine auf Grand Cayman - ein paar sehen wir zwar, aber ein Gros dieser Zahl dürfte wohl so "klein" sein, dass sie in Briefkästen Platz finden. Die Cayman-Inseln gelten immerhin als Offshore Steueroase.

Ihren Namen verdanken die etwa 350km südlich vor Kuba liegenden Cayman Inseln übrigens den hier lebenden Echsenarten, den Kaimanen, die zu Zeiten ihrer Entdeckung mit Krokodilen verwechselt wurden. Wobei sie ursprünglich von Christoph Kolumbus Las Tortugas benannt wurden, wegen der vielen Schildkröten.
Die Cayman-Inselgruppe besteht aus  drei Inseln und zwar Grand Cayman, Little Cayman und Cayman Brac. Zusammen bringen es die Inseln auf etwa 262 km², Grand Cayman ist mit 197 km² die größte. 
Unser erster Stopp nach einer kurzen Rundfahrt durch Georgetown ist eine Dependance der Tortuga Rumkuchenfabrik - also doch etwas Shopping, aber der angenehmeren Sorte und probieren kann auch. Ein kleiner Rumkuchen kostet hier 6$, zu diesem Preis bekommt man die Kuchen allerdings auch in Miami am Bayside Market - kein Grund also, sie durch die Hitze zu schleppen - Rumkugeln 16$ - darin verbirgt sich eine Packung in üblicher "Eigenmarke-Rumkugel-aus-dem-Supermarkt-Größe" - ambitionierter Preis also, aber es ja auch das Feeling, das zählt. Wirklich günstig kaufen kann man, wenn man dies möchte, hier allerdings Spirituosen. 




Wir möchten zwar nicht, aber für alle anderen die Info: Diese können vor Ort beruhigt gekauft werden, die Angabe des Schiffs und der Kabinennummer ist dabei wichtig. Denn die Flaschen dürfen nicht einfach so mitgenommen werden, sondern alle Einkäufe werden zuverlässig und rechtzeitig vor dem letzten Tender zum Hafen geliefert. Dazu nachher noch ein Foto.

Nach bereits 15 Minuten geht es weiter, den hellen Seven Mile Beach vorbei entlang an türkisblauem, karibischen Wasser und an luxuriösen Hotels und exlusiven Villen sowie neu erbauten Wohnanlagen - kein Wunder, Steuern, Mehrwertsteuer und so weiter, sind hier kein wirkliches Thema. 
Alles wirkt hier wie auf einer Postkarte, aber auch irgendwie "unecht".  Als wir uns der Villa des Gouveneurs nähern, erfahren wir viel zur Geschichte der Insel und ihrer Einwohner, die weniger Postkarten-like ist. 
Die Villa des Gouverneurs selbst ist übrigens, verglichen mit so manch anderem Prachtbau auf Grand Cayman, verhältnismäßig schlicht:




Denn auch hier wie andernorts in der Karibik wurden einige Jahrhunderte zuvor noch große landwirtschaftliche Plantagen zum Anbau von Zuckerrohr und Baumwolle betrieben, auf denen viele Sklaven beschäftigt wurden.

Historischen Aufzeichnungen zufolge erlitten im Jahr 1788 zehn jamaikanische Handelsschiffe mit Waren bestimmt für England vor der Küste von Grand Cayman Schiffbruch. Auf einem dieser Schiffe soll sich ein Mitglied des englischen Königshauses befunden haben. Aus Dankbarkeit über die Rettung sämtlicher Schiffbrüchiger und eben jenes Adligen befreite König Georg III. die Inselgruppe von sämtlichen Steuern und Abgaben.

Heute herrscht auf den Cayman Inseln Schulpflicht und dieses sogar für 12 Jahre. Jeder, der eine Firma auf den Caymans betreibt, muss laut Aussage unseres Busfahrers dafür Sorge tragen, dass  die Familien seiner Angestellten Wohnraum und Schulbildung haben.

Die Hölle auf den Caymans erleben:



Nach diesem sehr interessanten geschichtlichen Exkurs geht es weiter Richtung "Hölle". OK, die Temperaturen könnten dies ja fast vermuten lassen, aber Schwefelgeruch nehmen wir nirgends wahr. 
Bei "The Hell" handelt es sich um eine außergewöhnliche Felsformation. Auf den ersten Blick könnte man bei den spitzen und porösen dunklen Felsen meinen, es handelte sich um erkaltete Lava, aber - so werden wir aufgeklärt - es ist Kalkstein, der aufgrund seiner ungewöhnlichen und bizzaren Form an ein Meer aus Flammen erinnert. Das kleine Postamt in dem Örtchen mit dem passenden Namen "The Hell" wurde inzwischen zum Souvenirshop umfunktioniert und so kann man hier nicht nur Postkarten aus der Hölle versenden, sondern auch gleich noch passende T-Shirts erwerben, Wer kann immerhin schon von sich behaupten, es aus der Hölle wieder zurück geschafft zu haben?


 

An der Kasse im Shop kann man sich gegen kleines Trinkgeld einen Stempel in seinen Reisepass geben lassen. Also Pässe nicht vergessen.
Ich frage die Dame im Laden, ob sie mir einen der bunten Cayman Dollar "verkauft". Der Wechselkurs beträgt 1,25 US$ für einen Cayman - Dollar. Sie sucht mir einen besonders schönen, neuen Cayman Dollar heraus - Fische und ein Bild der Queen zieren ihn - eine interessante Kombination.  

Auch hier in der Hölle gibt es weit mehr zu entdecken als spitze Steine und so bekommen wir wieder einen kleinen Exkurs in die Tier- und Pflanzenwelt von Grand Cayman:
 

Von der Hölle geht es auf direktem Weg zur "Turtle Farm"

Unser Busfahrer ist ganz Gentleman und platziert an jedem Stopp eine kleine Fußbank vor dem Ausstieg am Bus und hält den Damen bereitwillig seine Hand zur Hilfe hin. 

Wie immer bei solchen Ausflügen gibt es ja garantiert einen, der aus der Reihe tanzt und sich ohne Rücksicht auf die Gruppe direkt in den erstbesten Shop absetzt. Also verbringen wir die erste Viertelstunde in der Eingangshalle der Turtle Farm nicht mit Besichtigung, sondern mit dem Warten darauf, dass unser Busfahrer die fehlende Person ausfindig macht, damit er die Eintrittsarmbänder verteilen kann, die uns allen Zugang gewähren. 


Turtle Farm Grand Cayman Alle Fotos auf dieser Seite copyright: C.Starmann/kids-on-cruise.de

Schlussendlich taucht der Herr dann doch noch auf als wäre nichts gewesen und es kann losgehen. Wir haben die Wahl ob wir alleine durch das Areal bummeln möchten oder mit unserem Busfahrer und Guide in Personalunion zusammen. Der Mann von irgendwie unschätzbarem Alter jedoch weiß soviel zu erzählen, dass wir gerne bei ihm bleiben. 

Bei der Turtle Farm handelt es sich um eine Zucht und Auffangstation für u.a. Karettschildkröten. Viele diese Tiere werden hier alljährlich ausgebrütet und aufgezogen und zu einem großen Teil auch in die umgebenden Cayman Gewässer wieder ausgesetzt.

Man erklärt uns, dass Hygiene oberste Priorität hat und nicht alle Tiere angefasst werden dürfen. (ich frage mich, wer beim Anblick dieser imposanten Riesen überhaupt auf eine solche Idee kommen könnte...) 
In einem Becken mit Tieren auffallend schöner Zeichnung befindet sich laut Hinweis eine eher aggressive Schildkrötenart - "They`ll eat you - keep your hands away" warnt unser Guide uns.

Er selbst scheint jedenfalls schon mit einigen dieser Tiere in anderen Becken per Du zu sein - sie kommen direkt auf ihn zugeschwommen und "Sparky", die wie wir erfahren älteste und größte Schildkröte auf der Turtle Farm, lässt sich von ihm scheinbar genussvoll den Nacken kraulen.

Ein Stückchen weiter jedoch gibt es Becken mit kleineren Tieren, die angefasst werden können. Hier befinden sich große Waschbecken und Desinfektionsmittelspender und große Hinweistafeln mit der Bitte sich VORHER und hinterher die Hände zu waschen und zu desinfizieren und zwischen den Becken ebenfalls. Kleine Kinder dürfen sogar in ein Becken hineinsteigen, in dem sich Schildkröten befinden.

 Ob das so sein muss, darüber darf man sicher geteilter Meinung sein. 

Wir möchten den wunderschönen Tieren den Stress ersparen und gucken lieber zu und allein dabei bieten sich allerhand wunderbare Momente - manchmal möchte man regelrecht Sprechblasen über die entstanden Fotos legen :o). Die Turtle Farm ist übrigens wie so ziemlich alles auf Grand Cayman top gepflegt und nicht nur Schildkröten sind hier anzutreffen. 

Nach etwas Freizeit auf der Farm und im sich anschließenden Shop, der hier aber wirklich gut sortiert ist und durchaus nette Artikel anbietet, geht die Fahrt mit dem Bus weiter.

Tiki Beach - dort, wo der Strand WiFi hat




Der Tiki Beach ist ein Teil des berühmten "Seven Mile Beach" und beherbergt einen größeren Beachsclub, wo es gegen Bezahlung Restaurant und auch Buffet und Bar gibt, zudem Clubsessel, Strandliegen und allerhand Wassersportmöglichkeiten.  Darüberhinaus gibt Duschen und Toiletten sowie einen Souvenirshop. Hungrig sind wir noch nicht - aber durstig!
Insgesamt bleiben rund 1.5 Stunden um den Strand und das Meer zu genießen -   das mag für Hardcore Sonnenanbeter nicht allzuviel klingen, ist aber für uns persönlich absolut ausreichend, denn Sonne satt haben wir in dieser Woche an Bord mehr als genug und irgendwie freuen wir uns inzwischen über jede Wolke, die etwas Schatten spendet.



Unsere Gutscheine gelten zwar für insgesamt 4 Liegen, jedoch muss für zugehörige Sonnenschirme gezahlt werden - Ein Sonnenschirm reicht dazu für zwei Liegen und kostet 10$. ganz und gar kostenlos ist das WiFi am Strand - einziger Haken: man kommt irgendwie nicht rein (oder es ist brutal langsam...)




Wir werden zu freien Liegen geführt - überfüllt ist es hier nicht, angenehm. Offenbar ein weiterer Vorteil der zu versetzten Zeiten fahrenden Kleinbusse. Überhaupt erscheint und Grand Cayman hervorragend organisiert. Karibisches Flair kombiniert mit professioneller Durchführung der Ausflüge und größtmöglicher Sicherheit. Kein Vergleich zu den rostigen Rutschen in Montego Bay...

An der Beachbar wird kostenfrei gegen Gutschein  Fruchtpunsch für die Kinder und Rumpunsch für die Erwachsenen ausgeschenkt - aus Sicherheitsgründen in Plastikbechern. Wer möchte schon barfuß in Scherben treten?




Wer möchte kann sich einen JetSki leihen oder auch eine Schnorchelausrüstung. Von unseren Liegen aus, kann man in der Ferne die Kreuzfahrtschiffe entdecken. Oftmals sind es bis zu 5 oder 6 gleichzeitig , die vor Georgetown auf Reede liegen (mehr zu den Kreuzfahrt-Begrifflichkeiten hier). Heute sind es nur 3 - vielleicht ist es auch deshalb so entspannt...







Das Wasser ist klar und lädt nicht nur Menschen wirklich zum Baden ein, wobei man sich bei so manchem "vermeintlichen "Stein" eben nicht so ganz sicher sein kann - denn hier tummeln sich auch viele Fische.



Zurück im Hafen kurz vor der im Tagesprogramm angeblich "letzten" Abfahrt der Tenderboote Abfahrt erschrecken wir uns ein wenig beim Anblick der Schlange...
doch auch hier macht sich wieder die Exclusivität des Yachtclubs bemerkbar - zu unserer persönlichen Freude - sicher nicht zu der der übrigen Gäste.

Statt in der prallen Sonne in der Schlange zu brüten, dürfen wir direkt zum Anleger - hier warten neben zu verschiffenden Einkäufen der Touristen auch kühle Getränke auf die Wartenden:




Zurück an Bord gönnen wir uns auf dem Weg direkt mal ein kühles Getränk aus der Minibar und dann ab unter die Dusche. Unsere Ausflugstickets für den nächsten Tag ( Tulum von Cozumel aus)leigen bereits wieder auf der Kabine und auch die Wäsche, die wir erst am Morgen zum Waschen gegeben haben, ist bereits wieder da und hängt sogar schon in unserem Kleiderschrank (MSC Wäscherei/Laundry Service Special Angebot: bis zu 20 Kleidungsstücke bei regulärem Service 25$, Express Service 40$)

Das Auslaufen (deutlich später als die veranschlagten 16h) schauen wir uns dann vom Balkon aus an - die Sailaway Party an Deck "schwänzen" wir - stattdessen gönnen wir uns einen erfrischenden Drink in der Top Sail Lounge und ein paar "obstige Kleinigkeiten" - irgendwie gibt es hier immer  bis tief in die Nacht leckere Häppchen:


Für heute Abend steht im Tagesprogramm die Bekleidungsempfehlung elegant - "weiß", es steht die White Party auf dem Programm - die Vorbereitungen sind schon in vollem Gange:
 
 
Zwischen Abendessen und Theater (Frederic ist bereits wieder im Teensclub) schlendern wir am Kidsclub vorbei - dort gibt es offenbar eine spannende Geschichte zu hören, der alle Kids wie gebannt lauschen:
 
Im Pantheon Theater präsentiert Kreuzfahrtdirektor Andre (aus Südafrika) heute die Show Witches of Paris - Kleine Videos  mit Auszügen dazu gibt es demnächst noch im Kids on Cruise Forum.
"Phantastische Choreografien und ein "akrobatischer" Cancan" so verspricht es das Tagesprogramm - wir sind gespannt.



 
Um 23.00h (eigentlich schon deutlich eher) startet dann offiziell die "White Party" auf dem Pooldeck "Aqua Park" - vorher gibt es schon Merengue Tanzunterricht:
 
 
 
Morgen legen wir in Cozumel / Mexiko an.... 329 nautische Meilen (Seemeilen) sind es bis dort
www.expedia.de
 
 
(tags zu diesem Artikelabschnitt: MSC Divina , Kreuzfahrt, Karibik, Grand Cayman, Ausflug, Turtle Farm, Georgetown, Reisebericht, Bericht, Erfahrungsbericht

Viva la Mexico! Tulum: Die Maya waren Sauna Fans

 
Die Mayaruinen von Tulum 
Okay, ich geb es zu, ich bin etwas spät dran mit der Fortführung unseres Reiseberichts und muss ich langsam sputen, denn die nächste Reise steht ja schon fast wieder vor der Tür ( bzw. die nächsten beiden Reisen, aber dazu später mehr - denn es sind zwei wirkliche Traumreisen) 
Die MSC Divina liegt heute in Cozumel / Mexiko. 
Wir haben einen Ausflug nach Tulum zu den alten Maya Ruinen gebucht - denn wenn wir schon einmal hier sind, soll es auch etwas Kultur sein. 
Auch am heutigen Tag läuft das Yachtclub-Ausflugs-Procedere wieder wie aus dem Bilderbuch ab - diesmal werden wir von einem der Butler direkt bis zum nächsten Boot geführt - wieder einmal als einige der ersten - freie Platzwahl im Boot garantiert.  (ob ich noch mal etwas anderes als Yachtclub buche? An diesen Service gewöhnt man sich so verdammt schnell) neben uns liegt die Constellation ( den "Po" muss ich nicht mögen, oder?)
 

Cozumel - MSC Divina neben Celebrity Constellation
 
Im Entenmarsch hinterher - Yachtclubgäste der MSC Divina werden direkt bis zur Fähre geführt
 
Um nach Tulum zu kommen müssen wir nämlich zunächst einmal mit einem Boot nach Playa del Carmen - es ist ein ganz ordentliches Stück und hier verkehren auch nicht die MSC eigenen Tendeboote sondern große Fähren.  Wir steigen also um. 
Angekommen in Playa del Carmen erwartet uns ein erstaunlicherweise sehr gepflegtes und ansprechendes Örtchen - leider bleibt zum bummeln keine Zeit - der TourGuide wartet schon. Angekommen am Bus fängt es in Strömen an zu regnen - glücklicherweise bleibt das nicht so. Oder sollte ich eher sagen "unglücklicherweise"?! Es wird nämlich heiß, richtig heiß.
Der Bus nach Tulum ist ein hypermodernes und piccobello sauberes Scania Gefährt mit Onboard Entertainment und Videobildschirmen. Kriminalitätsstatistik? Dreck? Vergessen! Irgendwie hatten wir da ganz andere Vorurteile gegenüber Mexiko... Ob man ein paar von den chicen Bussen auch mal nach Mallorca schaffen könnte? Die hätten Bedarf... Das diesjährige ITB Partnerland Mexiko ist sein Image bemüht und präsentiert sich an diesem Morgen Touristen gegenüber jedenfalls in Bestform. 
Die Fahrt dauert entsprechend der Entfernung jedoch eine ganze Weile und uns schwant schon, dass unter`m Strich für die einzelnen Programmpunkte Tulum - Mayaruinen, Mittagessen und Beachclub nicht mehr viel Zeit übrig bleiben dürfte...Unser Tourguide spricht übrigens sogar deutsch - und das richtig gut. Ein Programm der mexikanischen Regierung für Tourismus Projekte verschlug ihn für 6 Monate nach Hannover - bestes Hochdeutsch also.
Sehr engagiert erzählt er uns viel zu Land und Leuten -  lässt  Bilder herumgehen, wie es früher aussah und erklärt den Tagesablauf. Allerdings merken wir schnell: die sprachlichen Fähigkeiten übersteigen bei weitem sein Zeitmanagement. Die Anekdoten diesbezüglich würden einen eigenen Bericht füllen - dazu im Forum später mehr. 

 
Trotz allem: es bleibt "genug" Zeit für Tulum - auch wenn es nach seiner ursprünglichen Rechnung nur 30 Min. hätten sein dürfen, was schon zu allgemeiner Empörung führte - es wurden dann immerhin doch knappe 2 Std. daraus. 

Tulum (auf Mayathan Tulu’um, „Mauer“ oder „Festung“) liegt an der so genannten Riviera Maya, einem Küstenstreifen an der Karibikküste von Mexiko im Bundesstaat Quintana Roo, rund 130 Kilometer südlich von Cancún.
Anders als alle anderen Maya-Fundstätten liegt Tulum direkt am Meer. Die bekanntesten Gebäude sind neben dem sogenannten Schloss der „Tempel des Herabsteigenden Gottes“, der „Tempel des Windes“ und der Freskentempel. Ebenso wurde die Stätte zur Beobachtung des Sternenhimmels, insbesondere der Venus errichtet. Der Maya-Kalender wurde hier erstellt und ständig überprüft. Kleine Fensteröffnungen zeigen noch heute die Ausrichtung und Weiterleitung von Sonnenstrahlen zum Winteranfang am 21. Dezember. (Quelle Wikipedia)
 

Wer hat`s erfunden?!

Unser Tourguide erklärt uns aber noch einige weitere Besonderheiten zu Glauben und Gerbräuchen der Maya: die Maya waren offenbar SaunaFans und bauten Schwitzhäuser. Kaum vorstellbar bei Temperaturen um die 28Grad...
 
Die Maya Ruinen von Tulum sind absolut sehenswert und das nicht nur wegen des türkisblauen Meeres im Hintergrund.  Teilweise sehr gut erhalten und zudem landschaftlich einfach traumhaft gelegen präsentieren sie sich den Besuchern. 
 
 Frederic als "Gruppengrößter" übt schon einmal für seinen Einsatz in der Touristikbranche:

 
Dank farbigen Illustrationen erfahren wir, wie die Gebäude früher einmal ausgesehen haben:
 
 
Leider geht die Zeit viel zu schnell vorbei - zwischenzeitlich erfahren wir in einem Pläuschchen mit  unserem Reiseführer, dass er eigentlich Tauchlehrer ist und er erzählt uns viel zu dem vorgelagerten Riff (übrigens dem zweitgrößten der Welt nach dem Great Barrier ) und den Tauchspots der hiesigen Küste. Wir sind uns einig: Nach Mexiko müssen wir noch einmal. 
 
So schön der Strand und das Meer bei den Maya Ruinen auch ist - hier bleiben wir nicht - unser "Strandteil" des Ausflugs führt uns woanders hin: 

Von Tulum aus geht es zu einem privaten Beachclub. Hier wartet ein mexikanisches Mittagessen auf uns. 

Unsere Kids-on-Cruise Strandtasche ist natürlich immer mit dabei

Und auch hier hat Sauberkeit Priorität - Desinfektionsmittelspender stehen bereits - und am Buffet wird das Essen mit Handschuhen aufgelegt. Es gibt leckere Fajitas, frische Nachos, Salat und Softdrinks.
 
Zu meinem Erstauen befindet sich im Außenbereich des Restaurants ein Kinderspielplatz, der auch deutschen Sicherheitsnormen entsprechen dürfte.  Auch der Strand erfüllt alle Kriterien eines Traumstrandes. Dazu flach abfallendes Wasser, allerdings etwas Brandung. Aber durchaus Kinder-geeignet (unter Aufsicht)


 
Leider  wartet das Schiff nicht und so müssen wir im Hinblick auf die Transferzeit mit der Fähre alsbald zurück Richtung Playa del Carmen... Zurück im Bus berichtet uns unser Guide von den ärmlichen Verhältnissen, in denen die meisten Mexikaner leben, von dem Militär, was versucht die Kriminalität in Schach zu halten und dass sich alle sehr um die Touristen bemühen.  Nachdem er alle Kosten eines Mexikaners aufgezählt hat, kommt, was kommen muss: Das Trinkgeld wäre im Ausflugspreis nicht inbegriffen - verbunden mit der Bitte doch auch ja ausreichend Trinkgeld zu geben - "so 10-15$ Dollar pro Person wären angemessen" und für uns doch nicht viel... ein Raunen geht durch den Bus...
Grundsätzlich geben wir gerne Trinkgeld, auch durchaus mal etwas mehr - solch aggressive "Bitten" oder gar "Vorschriften" mag ich jedoch gar nicht. Trotz Zeitchaos und viel Rennerei: Er hat  sich wohl zweifelsohne einen Obulus verdient, wir haben viel erfahren und viel gesehen -  und wir sind ja im Urlaub. Leben und Leben lassen. Denn mit einem hat er wohl recht, für uns sind 15$ nicht ganz so viel, wie für einen Durchschnittsmexikaner.  4x15$ erscheinen uns dennoch etwas zu viel und stehen in keiner Relation und so verabschieden wir uns schließlich mit 20$...
   Insgesamt war der Ausflug sein Geld wert - auch wenn es gerne etwas mehr Zeit hätte sein dürfen. Auf eigene Faust nach Tulum zu fahren, davon kann ich eigentlich nur abraten, da die Entfernung speziell von Cozumel ja doch recht üppig ist und man zudem um die zeitraubende Fährüberfahrt von Cozumel zunächst nach Playa del Carmen nicht herumkommt.
Mit der letzten Fähre schaffen wir es nach einer an eine Dauerwerbesendung erinnernde "Butterfahrt" (im 5 Minuten kommt einer vorbei, der uns etwas verkaufen will, Ponchos, Schmuck, Teppiche)  noch nach Cozumel auf die Divina - am Hafen von Cozumel wird schon fleißig alles abgebaut - denn es ist inzwischen 30 Minuten nach der eigentlich geplanten Ablegezeit. Die anderen Schiffe im Hafen sind schon weg und auch der Disney Typhon ertönt nur noch aus der Ferne...schade, dabei hätte ich das Schiff so gerne noch fotografiert...
 
Auf unserer Kabine erwartet uns eine aufgefüllte Minibar, frisches Eis und die Einladung zum Kapitänscocktail am nächsten Tag in der Top Sail Lounge sowie die Einladung zum "normalen" Kapitänscocktail für MSC Clubmitglieder. Der nächste Tag ist ein Seetag, den wir nach diesen drei spannenden Ausflugstagen auf Jamaika, Grand Cayman und Cozumel auch benötigen.  Unser nächster Stopp wird Grand Stirrup Cay sein.
 
Nach einem köstlichen und entspannten Abendessen im Yachtclubrestaurant schlendern wir am MSC Kidsclub vorbei - Es wird mehrsprachig vorgelesen - wie gebannt lauscht die internationale Kindergruppe den Vorlesen - Multimedia ist eben doch nicht alles:
tags: Tulum, Maya Ruinen, MSC Ausflug, MSC Kreuzfahrt, Cozumel, Playa del Carmen, 
 
Okay, ich geb es zu, ich bin etwas spät dran mit der Fortführung unseres Reiseberichts und muss ich langsam sputen, denn die nächste Reise steht ja schon fast wieder vor der Tür ( bzw. die nächsten beiden Reisen, aber dazu später mehr - denn es sind zwei wirkliche Traumreisen) und Berichte zu Miami, Washington und Orlando bin ich auch noch schuldig - aber ab jetzt folgt jeden Tag ein Bericht! Morgen: Great Stirrup Cay!

It`s something amazing...it`s a beach! MSC Divina vor Great Stirrup Cay

Nach einem traumhaften Seetag und einem wirklich netten und sehr persönlichen Kapitänscocktail in der Yachtclub Top Sail-Lounge (alle Infos mit Fotos dazu im Kids on Cruise Forum im Thread "Lohnt sich der Aufpreis zum Yachtclub?")  und einer fantastischen Michael Jackson Show steht nun das Ende unserer Reise fast unmittelbar bevor - aber  bekanntermaßen kommt das Beste ja immer zum Schluss....oder so ähnlich.


Dementsprechend begeistert kündigte am Tag zuvor Cruisedirector Andre Schlemmer in seinem glasklaren und wie immer gut verständlichen Südafrika Englisch an:

" Great Stirrup Cay - It`s something very exciting, something special.... it`s a beach!"


Am Morgen werden wir mit lautem Geschnatter begrüßt - einige Möwen haben sich als  Eskorte zur Vergügung gestellt - vielleicht damit das Schiff die Insel nicht verfehlt und sie genug zu essen bekommen.



Denn Great Stirrup Cay ist leicht übersehbar - zwischen all den unzähligen Inseln hier. Man könnte fast meinen, Robinson Crusoe zu begegnen, wäre da nicht  eine knallblaue riesengroße Wasserrutsche am Strand zu entdecken.

Heute nun liegen wir also auf Reede vor Great Stirrup Cay - einer klitzekleinen Bahamas Insel, die sich eigentlich in privater Hand befindet. Und diese Hand gehört Norwegian Cruise Line.

Überschaubares Paradies: Great Stirrup Cay

MSC Kreuzfahrten hat sich hier für die Kreuzfahrtsaison der Divina ( also beinahe ganzjährig) eingemietet.
Erstaunlicherweise sind die "Ausflugspreise" bzw. die Preise für Wasserrutsche, Schnorchelset, Cabbanas und Co. über MSC Kreuzfahrten beinahe durchweg deutlich günstiger als über Norwegian (NCL) gebucht.

Am Vorabend haben wir wieder einmal Priority Tender-Tickets vorgefunden und dürfen vom Schiff wann es uns beliebt. (Inzwischen sind wir uns sicher, dass wir bei MSC nur noch Yachtclub buchen)

Getendert wird mit "inseleigenen" Booten. Die Kids haben einen Heidenspaß :

 

 



Vorausgebucht haben wir eine Strandmuschel und die Wasserrutsche - die Cabbanas waren leider bereits allesamt vergeben.

Schatten ist auch nötig - kristallklares Wasser, strahlend blauer Himmel und eine unnachgiebig strahlende Sonne, die zu unserem Kreuzfahrtabschluss offenbar noch mal zeigen will, was in ihr steckt. Höchste Sonnenbrand Gefahr....also Sonnenschutz nicht vergessen!



 Great Stirrup Cay ist ein einziger großer Beach Club wie aus dem Bilderbuch - sauber, aufgeräumt, kristallklares Meer, heller feiner Sand. Beinahe fühlen wir uns wie in einer Postkartenkulisse.
Kann das echt sein? Doch mit jedem Tenderboot kommen mehr Gäste und es wird deutlich realistischer und lauter. Dauerbeschallung vom DJ inklusive.




Es gibt Bars für kühle Cocktails ( Achtung: Allegrissimo gilt hier nicht - aber es kann alles mit Bordkarte bezahlt werden - Bargeld braucht man also nicht mitzunehmen) und ein großes Buffet ( ist inkludiert).

Zahlreiche Sonnenliegen stehen kostenfrei bereit - für Schatten spendende Strandmuscheln muss jedoch gezahlt werden ( 15$).

Jetski fahren ist ebenso möglich wie ein Ausflug zur Bahamas Stingray City.

Lucas düst zur Wasserrutsche ( Haftungsausschluss Erklärung nicht vergessen) und auch die Schnorchelausrüstung befindet sich in einwandfreiem Zustand.




An einigen kleinen Strandbuden werden T-Shirts und Souvenirs verkauft - unaufdringlich. Niemand spricht einen hier an, wenn man nicht fragt.



Wer es etwas entspannter mag und lieber für sich ist, kann bei MSC Kreuzfahrten für 249€ eine Cabbana inkl. gefüllter Minibar für bis zu 6 Personen mieten.  Diese Cabbanas sind jedoch schnell ausgebucht.




Leider geht dieser entspannte Tag viel zu schnell zu Ende...Koffer packen ist angesagt...Zum Glück bleiben uns noch zwei Tage in Miami (Bericht hierzu nächster Tag)


 

MIAMI - simply EPIC!

Welcome to Miami - Hello again

Runter vom Schiff - rein ins Miami-Life! 


Port of Miami ist der größte Hafen der Welt für Kreuzfahrtschiffe mit über 4 Millionen Passagieren im Jahr 2013. Für Shipspotter ein Mekka, denn jeden Tag liegen hier gleich mehrere große Kreuzfahrtschiffe vor zumeist sonniger Kulisse. 
Heute sind wir nun also zurück am Ausgangspunkt unserer Reise. (Hier der Link zum Anreisetag mit noch ein paar Tipps)

Der Yachtclub Service begann ja in der ersten Minute noch vor dem Check in und er endet erst mit dem Verlassen des Schiffs. Nachdem wir am Abend zuvor unsere hellgrauen Kofferanhänger in der Kabine vorfanden und die Koffer bereits in der Nacht vor die Tür gestellt wurden,  weckt uns an diesem Morgen leider nicht die Sonne. Es schüttet wie aus Eimern - tolle Fotos von der Einfahrt an Miami Beach vorbei - Fehlanzeige.


Das Anlegen beobachten wir vom Balkon, bemerkenswert wie sicher der Kapitän die riesige MSC Divina in die kleine "Parklücke" zwischen zwei  weiteren Ozeandampfern einparkt - ähm anlegt... dem Seitenstrahlruder sei dank.


Ausschiffung a la MSC Yachtclub


Die Yachtclub-Passagiere sollen sich laut Ausschiffungsplan in der Top Sail Lounge einfinden - da dieses ja auch gleichzeitig unser Frühstücksrestaurant ist, macht es die Sache besonders entspannt. Wir warten also auf die Ausschiffung bei Capucchino und frischen Croissants sowie frisch gepresstem O-Saft .... hatte ich schon erwähnt, dass einen der Yachtclub korrumpiert? Danach bucht man wohl - zumindest auf einem MSC Schiff - nie wieder etwas anderes...Service von der ersten, bis zur letzten Minute - traumhaft!
Ich notiere mir kurz, dass ich, sobald wir zuhause sind einen Lottoschein ausfüllen muss... 

Inzwischen hat auch der Himmel ein Einsehen und reißt binnen Minuten auf. Wie gewohnt  werden wir von einem der Yachtclub Butler  durch einen separaten Weg direkt zum Ausgang des Schiffes geführt und uns wird noch kurz das weitere Procedere erklärt.

Denn wir müssen ja wieder in die USA einreisen - also Passkontrolle. Die berühmten Geschichten von mürrischen Beamten bei der Einreise.... Inzwischen verdammen wir sie ins Reich der Märchen. Dies ist nun unsere 4. USA Reise  und weder an diversen Flughäfen von New York über Atlanta oder Miami noch hier am Hafen ist uns ein mürrischer Officer begegnet. Es geht flott und gut gelaunt voran. Hoffentlich bleibt das auch so bei den nächsten Reisen.

In welchem Hotel wir in Miami absteigen würden, werden wir gefragt - "EPIC" unsere Antwort (zum Glück gab es mal wieder kurz vor Abreise ein Expedia Special) - "Oh I would like to come with you - it`s the best hotel in this area - welcome to Miami" seine Antwort.  Eingereist.

Vor dem Cruise Terminal hat sich bereits eine lange Schlange vor dem Taxi stand gebildet. wer zum Flughafen möchte, kann jedoch auch noch spontan ohne Vorabbuchung einen der zahlreichen Transferbusse nehmen, die um Kunden buhlen.

Ebenso hält ja direkt vor dem Liegeplatz  der MSC Divina der kostenfreie Trolley, mit dem man ohne jegliche Bezahlung zum Bayside Marketplace und somit u.a. auch zum B2 Hotel oder Holiday Inn gelangt. Dass wir mit dem Trolley auch bis zum EPIC Hotel fahren könnten, wissen wir jedoch noch nicht - also rein ins Taxi.


EPIC - a Kimpton Hotel - der Name ist Programm




Lego Skulpuren von Nathan Saway in der Lobby des EPIC Hotels in Miami
 

8 $ später sind wir am imposanten EPIC Hotel (erst wenige Tage vor Abflug gebucht über Expedia zum halben Preis im Rahmen der Aktion

Die besten Deals für die USA  ursprünglich hatten wir uns im B2 am Bayside Market einquartiert - aber zu diesem Preis konnten wir nicht widerstehen

).  

Es lohnt sich, zunächst eine stornierbare Rate zu buchen und bis kurz vor Reisebeginn die Hotelpreise im Auge zu behalten - oftmals lassen sich kurzfristig erstaunliche Schnäppchen erzielen.
Vom Vorübernachtungshotel Viceroy Miami konnten wir es von der anderen Seite schon sehen. Nun dürfen wir auch rein.
Zum Vergleich - hier im Forum könnt Ihr noch mal beide Hotels direkt "nebeneinander" sehen und vergleichen.
Die Anzahl der vor dem Hotel parkenden Luxuslimousinen ruft Freudenschreie bei unseren Teenagern hervor. Die in der Eile von Frederic runter geleierten Automarken führen offensichtlich zu Begeisterungsstürmen. 

In der großzügigen und mit Lego Skulpturen von Nathan Sawaya dekorierten Lobby werden wir direkt beinahe überschwänglich begrüßt - weniger förmlich und steif wie Hotelgäste normalerweise begrüßt werden - fast eher wie alte Bekannte. Außergewöhnlich. Willkommen.




Man fühlt sich direkt zu Hause. Nach einem Kaffee noch vor dem Check in und einem kurzen unverbindlichen Plausch über unsere Kreuzfahrt und die doch sehr amerikanischen Hobbies unserer Kinder ( Basketball und American Football)  geht es auf unser "Zimmer". Dass wir vorab noch einen Code für Gratis WLAN  in die Hand gedrückt bekamen, lässt vor allem unseren 15jährigen erstrahlen. Wie einfach Kinder heutzutage doch glücklich zu machen sind...musste es früher gleich ein Nintendo sein oder Lego, heute reicht ein simpler WLAN Code...


DAS ist nicht das gebuchte Zimmer...


Unser Zimmer ist nicht das, was wir gebucht haben. Das EPIC gehört zur teureren Sorte Hotels und dank des Expedia USA Specials und Vorabzahlung buchten wir ein normales Doppelzimmer mit günstigerem Cityview statt Waterview... 
Als wir unser "Zimmer" in der 23. Etage betreten, verschlägt es uns jedoch einmal kurz die Sprache. Es handelt sich um eine großzügige Ecksuite, bodentief  über die gesamte Seite verglast mit Waterview auf die Biscayne Bay.









Allein das Badezimmer (mit Whirlpool)  ist so groß wie die ganze Kabine auf dem Kreuzfahrtschiff.  Trotzdem stellen wir nur kurz die Koffer ab, denn wir wollen ja noch etwas von Miami sehen. 

Pool und Co heben wir und für später auf.


Die Hop on Hop off Busse von Citysightseeing halten am Bayside Market - vom EPIC Hotel benötigt man in etwa 10 Minuten zu Fuß, wer im B2 oder Holiday Inn übernachtet, ist direkt da. Im Internet kursieren Buchungscodes, mit denen man die Tour ca 20% billiger vorab buchen kann - dies war auch schon einmal Thema im KoC Forum - die Codes findet Ihr daher hier (gültig für ALLE City Sightseeing Destinationen). 

Wir entscheiden uns zunächst für die Miami Beach Route - inzwischen knallt die Sonne wieder so gnadenlos, dass sich mein Sonnenbrand bemerkbar macht. Dennoch rauf auf das offene Deck - sonst gibt es keine Fotos...  Die Bustouren sind mit Life Kommentar  und auch mit Audioguide in verschiedenen Sprachen. Da der junge Tourguide (eine Mischung aus Bob Marley und JayZ) an Bord jedoch dermaßen witzig erzählt, lassen wir die Kopfhörer wo sie sind.

Die Fahrt über die Brücke nach Miami Beach ermöglich tolle Perspektiven auf die Schiffe im Hafen.  
Immer wieder samstags: Norwegian Getaway im Hafen von Miami



Durchs Art Deco Viertel und vorbei an berühmten und geschichtsträchtigen Hotels geht die Miami Beach Tour. 






TIPP: Übrigens kann man in Miami Beach auch sehr gut shoppen: Die Fußgängerzone der Lincoln Road in Miami Beach bietet vom Flohmarkt, über Cafes und urigen kleinen Shops bis hin zu Nobelboutiqqen der Luxusmarken alles, was ein Shoppingherz begehrt. Jede Menge ansprechende Restaurants und Bars laden zum verweilen ein und Energie auftanken. (www.lincolnroadmall.com)


Wings an der Ecke zur Lincoln Road ist der Shop für Miami Beach Souvenirs...



Miami Beach High School

Beste Aussichten auf Hafen und Schiffe in Miami hat von der Brücke nach Miami Beach aus


Noch ein Tipp für Shopping-Victims: Auf Schnäppchenjäger wartet die Dolphin Mall westlich des Miami International Airport. Hier finden sich zahlreiche Outlets und Shops, darunter Ralph Lauren, Tommy Hilfiger, Abercrombie  etc. www.shopdolphinmall.com 
Von zahlreichen Hotels in Miami Downtown gibt es einen preisgünstigen Shuttle hierhin. 10$ hin und zurück. Mehr Infos dazu auch hier bei uns im Forum inkl. detailliertem Fahrplan.

Nach einem verspäteten Mittagessen im Hardrock Cafe Miami am Bayside Market und einem kleinen Bummel durch die Läden entschließen wir uns den zweiten Teil der Tour zu machen - Downtown Miami.
 

 Also auf nach Little Havana 


Auch diese Downtown Route startet übrigens am Bayside Market. Little Havana ist ein Stadtviertel im Zentrum von Miami.
Diese Gegend wird von zahlreichen kubanischen Immigranten bewohnt. Little Havana wurde nach der kubanischen Hauptstadt und Kubas größter Stadt Havanna benannt. Es ist Zentrum der Gemeinschaft der Exilkubaner.
Schon gewusst? Der Name „Miami“ kommt übrigens von dem indianischen Wort Mayaimi (großes Wasser). Die Mehrheit der Einwohner Miamis spricht Spanisch als Muttersprache.
Little Havana steht für ausgesprochen lebhafte Straßen, exzellente Restaurants, viel kubanische Kultur, politische Passion und vor allem: engen Zusammenhalt zwischen den Bewohnern. Und teils skurrile Läden. Nur die Havana typischen Oldtimer fehlen.
Die Tour wird von einem Kubaner als Tourguide begleitet - seine Begeisterung für die Lebensart schwingt bei jedem seiner Worte mit - allerdings auch so manche wenig versteckte politische Kritik.

Unsere Tickets für den HoHo Bus sind 24 Std. gültig und so können wir morgen früh ja noch einmal zumindest nach Miami Beach hin.

Ausgestattet mit einem Beinahe-Hitzschlag kehren wir ins Hotel zurück. Hier ist gerade Happy Hour. In der Lobby wird gratis Wein ausgeschenkt und wieder einmal werden wir herzlich begrüßt. 


Lucas fachsimpelt über American Football und seine Lieblings NFL Teams und Frederic spielt mit dem "Hotel-Hund", der hier der Star zu sein scheint. Trotz gehobenem Standard ist das EPIC nicht überkandidelt - man ist freundlich, nie aufgesetzt, herzlich, hilfsbereits und vor allem, es geht lustig zu. Egal, ob Touri mit Kindern oder Geschäftsmann -  man fühlt sich hier wohl. 



Schade eigentlich, dass es bald schon wieder nach Hause geht. 

Aber jetzt erst einmal zum Pool, an der Poolbar gönnen Peter und ich uns Miami-gemäß einen kühlen Mojito - für die Kids gibt es eine alkoholfreie Variante, die allerdings nicht wirklich auf Begeisterung stößt.  Hase Felix nimmt der Sache an, die Kids bleiben bei Mountain Dew. Der Blick auf Miami, Biscayne Bay und die Yachten hat was... (Ich notiere abermals: bloß den Lottoschein nicht vergessen)





 

 

Völlig fertig überlegen wir, ob wir abends noch essen gehen sollen oder einfach den Zimmerservice in Anspruch nehmen. Ein Blick auf die Karte: Wir essen auf dem Zimmer! 

Die Roomservice Karte hat erstaunlicherweise sehr zivile Preise - wir entscheiden uns für eine bunte Mischung mehrerer kleiner Snacks - insgesamt 5 Gerichte. 60$ werden inkl. Service dafür fällig - das ist human. Und eine im wahrsten Sinne des Wortes "bunte" Mischung ist es dann auch wirklich, was uns geliefert wird. Ob Die Nachos zufällig diese Farben haben? Wie sähen sie wohl aus, wenn wir keine deutschen Gäste sondern Italiener wären?



 


Mit einem kleinen Drink auf dem Balkon genießen wir den nächtlichen Ausblick auf Miami  - eine pulsierende Palmen-Metropole mit Wohlfühlfaktor. Wir kommen wieder, soviel steht fest.

Ich gönne mir im Anschluss noch ein Bad im Whirlpool...also wenn ein solcher schon mal bereits steht...

 

 
 

Am nächsten Morgen brunchen wir im Hotel.  Pro Person kostet es 27$. In Anbetracht des umfangreichen Angebots von Egg Benedict über Pulled Pork bishin zu frisch gespresstem O-saft , der in einer Tour am Tisch wieder aufgefüllt sind, gibt es alles was das Herz begehrt und: richtig guten Kaffee! Der Service ist auch hier unvergleichlich gut - nicht aufgesetzt sondern richtig herzlich. Ein richtiges Gute Laune Frühstück.
Leider geht es heute Abend schon wieder zurück Richtung Deutschland.... aber das ist jetzt noch ganz weit weg.



 

Wir beschließen, noch einmal nach Miami Beach zu fahren und den Tag dort zu verbringen. Gestern sind wir ja nur durch gefahren. Das Gepäck lassen wir im Hotel. Am Bayside  Market angekommen erkennt uns der fleischgewordene Bob-Marley-JayZ direkt wieder und klopft uns auf die Schultern (autsch - der Sonnenbrand!). Klar können wir mit und zurück auch noch ( dass die 24 Std. am Nachmittag vorbei sind, ist ihm egal).

Auch heute liegen wieder zahlreiche Schiffe im Hafen. Wo gestern noch die Norwegian Getaway lag, liegt heute die Norwegian EPIC. Carival ist wieder zahlreich vertreten und auch Royal Caribbean International ist da.  Bei diesem anblick packt einen unweigerlich das Fernweh und in Gedanken gehen wir die potentiellen nächsten Ferientermine durch.

In Miami Beach geht es wie gestern erneut zunächst durchs Art Deco Viertel den Ocean Drive entlang - plötzlich hält Manuel den Bus außerplanmäßig an, weil dies der beste Austeige-Punkt zur Lincoln Road wäre. Er gibt uns noch ein paar Tipps für Shops mit auf den Weg, speziell für die Jungs und so kommen wir nicht weit - "DA müssen wir rein, hat Manuel gesagt"


"Barber Bar" - Frisör und Bar in einem - Miami Beach eben



Gefühlte 2 Std. später, bepackt mit Fanartikel des heimischen Footballclubs, der Miami Dolphins, setzen wir uns wieder der Sonne aus. Das letzte Taschengeld wurde angelegt - Lincoln Road sei Dank.


Der Westliche Teil der Lincoln Road ist Fußgängerzone und "Mall" -  wunderschön zum bummeln und es gibt hier kaum etwas, was es nicht gibt.  Zum Bespiel einen Riesen Sweet Shops mit Cocktails in Lolli Form, Osterhasen in jeder  Farbe und jede Menge Karies to go. 
Victoria Secret ist standardmäßig vertreten - mit der üblichen Auslage, die einen fast farbenblind werden lässt. 

Jedesmal frage ich mich: die haben so schöne Wäsche - weshalb müssen immer diese abschreckenden Knallfarben als erster Blickfang herhalten? 

Ganz im Westen der Lincoln Road Mall zwischen Cafes und unter Palmen ist in der Mitte der Fußgängerzone Flohmarkt. Aber natürlich nicht irgendein Flohmarkt. Ganz Miami-Beach like gibt es Hotelsilber im Art Deco Stil in allen Variationen, gebrauchte Hermes Tücher für 200$ ( da ließe sich sicherlich am Preis noch etwas machen) und allerhand last-last-season Designerware zu Schnäppchenkurse ( naja, zumindest, wenn man es mit den ursprünglichen Originalpreisen vergleicht).
Teilweise wird man den Eindruck nicht los, dass sich der ein oder andere an der Börse verzockt hat und nun das gesamte Luxus-Interieur seiner Villa verkauft. Wie bekomme ich das bloß alles in einen Koffer? Gar nicht....

Irgendwann ist es dann Zeit für den Rückweg. Nach kurzer Wartezeit kommt der HoHo Bus an der nächstgelegenen Haltestelle samt Manuel -JayZ-Marley vorbei und nimmt uns mit. Unsere Tickets sind seit 3 Std. nicht mehr gültig - wir möchten für die Rückfahrt zahlen "it´s okay, man - no problem" An der American Airlines Arena füllt es sich zusehends - später ist ein Playoff Spiel von Miami Heat - schade, dass dafür keine Zeit bleibt.

American Airlines Arena - Playoffs in Miami





Ich glaube, Manuel kommt aus Jamaika.... no problems, only situations. Problemlos sind wir dann etwas später auch zurück am Hotel, verabschieden uns und versprechen wieder zu kommen. Das Taxi wartet schon und ein creolischer Taxifahrer bringt uns zum Miami Airport. Miami ist multi-kulti.

Hier angekommen können wir bereits am Gehsteig einchecken. Was zunächst vielleicht verwirrend ist, ist eine enorme Erleichterung, denn die Schlange beim Check in im Terminal ist lang. Eigentlich möchten wir ja gar nicht weg...

Unser Rückflug nach Deutschland verlief wegen einer Gardine nicht ganz komplikationslos - aber das ist eine andere Geschichte (nachzulesen hier) - mit 8Std. Verspätung und jede Menge tollen Eindrücken  landen wir in Düsseldorf. 

Zum Glück sind die Sommerferien nicht weit  und Florida hat uns bald wieder.  Im letzten Sommer hat es uns in der Villa Sunrise so gut gefallen, dass wir direkt vor Ort noch einmal gebucht haben. Dieses mal mit mehr Zeit für Cape Coral, Fort Myers, Sanibel und: Die Florida Keys! Natürlich werden wir Euch dieses mal auch live von vor Ort berichten ( und nicht mit Verspätung wie jetzt)


Wir sehen uns auf www.kids-on-cruise.de bzw. im Forum: www.kids-on-cruise.de

Miami Ausflugstipps speziell für Kinder findet Ihr bei den Ausflugstipps im Kids on Cruise Forum




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(tags: Miami, EPIC, EPIC Hotel, Miami Beach, Reisebericht, MSC Divina, Kreuzfahrt, Hoteltipp Miami)


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