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Klabautermann & Seemonster

Wir (ent-)spinnen Seemannsgarn  

(Autorin & copyright Christine Starmann) Alle Artikel sind urheberrechtlich geschützt - kein Abdruck ohne vorherige Genehmigung

 

Seemonster & Klabautermann - Seemannsgarn auf den Grund gegangen Bild © julien tromeur - Fotolia.com

"Beim Klabautermann - See-Monster voraus!" - von physikalischen Begebenheiten und jeder Menge Fantasie...

 

Die alten Seefahrer von früher hatten so einiges an wilden und gar unglaublichen Geschichten zu erzählen, von gefährlichen neunäugigen Seemonstern, über Begegnungen mit dem Klabautermann bishin zu Meerjungfrauen und Sirenen.

Klar mit irgendwelchen abenteuerlichen Geschichten mussten sie sich schließlich auch auf den manchmal monatelangen Überfahrten die Zeit vertreiben und bei ihrer Rückkehr prahlen.  Und so gibt es eine ganze Fülle an "Seemannsgarn" - so nennt man diese zum  Teil erfundenen Erzählungen, wobei manchmal auch krankheitsbedingte Halluzinationen oder auf Grund von Wassermangel eine nicht unerhebliche Rolle spielten - aber anderes stimmte wirklich und  kann heute wissenschaftlich bewiesen werden. 

 

 

Wir sind einigen Seefahrer-Erzählungen mal auf den Grund gegangen:

„Wenn er klopft, bleibt er, wenn er hobelt, geht er“ - Der Klabautermann

Eine Sichtung des Klabautermanns verhieß schlimmstes Unheil - Dabei war der Klabautermann eigentlich gar kein Monster, sondern vielmehr so etwas wie der gute Geist des Schiffes.

Der Begriff Klabautermann stammt höchstwahrscheinlich vom plattdeutschen "klabastern", was soviel bedeutet, wie "Krach machend umherschweifen". In der früheren Seefahrt wurde ihm die Rolle eines Schiffsgeistes in Koboldgestalt in Matrosenkleidung zuteil.

Normalerweise blieb der Klabautermann unsichtbar für jeden, aber verrichtete im verborgenen manche Arbeit und warnte auch bei Gefahren - und so manchen Scherz erlaubte er sich auch (wann immer etwas klapperte oder eine Sache fehlte und unauffindbar war, war es grundsätzlich der Klabautermann - also gut möglich, dass er sich heute manchmal auch in Kreuzfahrtschiff-Kabinen und Kinderzimmern herumtreibt...).

Es hieß, erst wenn er sich zeigte, würde das Schiff untergehen. Also ist es wohl besser, wenn man ihn niemals zu Gesicht kriegt und die versteckten Dinge in der Kabine einfach sucht, oder?!

 

© Nejron Photo - Fotolia.com

Monströse Seemonster - oft Wetterphänomene

So mancher Seemann ist leibhaftigen  Seemonstern begegnet - zumindest glaubte er dies. Es gab die unterschiedlichsten Erscheinungsformen von Seemonstern. Von Riesenkraken und gewaltigen Wellenmonstern war die Rede. Oft wurden diese Geschichten belächelt und auf erhöhten Alkoholkonsum geschoben. Dabei war manches gar kein Seemannsgarn, sondern kann heute sogar wissenschaftlich erklärt werden.

Im Gegensatz zu heute war die Seefahrt früher wesentlich gefährlicher und viele seltene Wetterphänomene waren noch unbekannt bzw. konnten nicht erklärt oder durch Bilder und Satellitenaufnahmen wie heute belegt oder gar vorhergesagt werden.

So galt die sogenannte "White Squall" noch bis vor wenigen Jahrzehnten als Seemansgarn -  diese  auf deutsch "weißen Böen" sind ein glücklicherweise seltenes aber sehr gefürchtetes Naturereignis in der Seefahrt. Ohne Anzeichen von Sturmwolken, ja sogar manchmal bei strahlend blauem Himmel, treten urplötzlich extrem starke Windböen auf und sorgen für gigantische weiße Schaumkronen auf den Wellen - dadurch baut sich manchmal eine regelrechte riesige "weiße Wolke" auf - Sicht unmöglich. Eine echte Gefahr für Schiff & Crew.

Auch Monsterwellen wie die "drei Schwestern" oder der "Kaventsmann"  wurden lange Zeit ins Reich der Sagen verbannt - Kaum zu glauben aber wahr - ihre Existenz wird erst seit weniger als  20 Jahren anerkannt.  Diese Wellen treten plötzlich auf, zeichnen sich durch hohe Geschwindigkeiten aus und können bis zu 25 Meter hoch werden. Dahinter steckt kein seemonster sondern simple Physik. Durch diese Kraft wurde früher wahrscheinlich so manches kleine Schiff regelrecht verschluckt. 

Meerjungfrauen & Seekühe

Andere Seemonster waren bis dato unbekannte und seltene Tiere, von Riesenkraken und gigantischen Walen ist die Rede - wer weiß? Vielleicht gab es sie wirklich?  - Tja, und so manche Monstererzählung ist wohl wirklich Seemannsgarn, wie z.B. die Geschichten von bezaubernden Meerjungfrauen (Sirenen, halb Frau, halb Fisch), die zwar wunderschön aber dafür umso gefährlicher sein sollen - es heißt ihrem Gesang gefolgt seien schon viele Seeleute nie wieder aufgetaucht.

Vielleicht hat aber auch nur ein Seemann seine große Liebe gefunden und ist deshalb niemals wieder zurückgekommen - vielleicht war er aber auch nur kurzsichtig und hat eine Seekuh auf einem Felsen für eine Frau gehalten (die ihn wiederum für Futter oder Spielzeug hielt)?

Überhaupt wurde Frauen in der alten Seefahrergeschichte nicht gerade die beste Rolle zuteil, es hieß eine Frau an Bord brächte Unglück, deshalb verkleideten sich manche Frauen als Männer und fuhren zur See - es gab sogar Piratenkapitänninen!

So manche "Monstergeschichte" jedoch wird wohl nie ganz geklärt werden, aber spannend zu lesen und anzuhören sind diese alten Erzählungen auch heute noch.

Auch Nessie, das berühmte Seeungeheuer in Schottlands See Loch Ness, konnten wir bei unserer Reise dorthin leider nicht entdecken - außer in Souvenirshops...

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