Kids-on-Cruise.de Forum Kreuzfahrten mit Kindern

Kreuzfahrtwissen - nicht nur - für Kids:

Was heißt "tendern"? Und was ist ein Tenderhafen? 

<

AIDA Tenderboot - Was bedeutet tendern - Kreuzfahrtwissen nicht nur für Kinder!  www.kids-on-cruise.de

(C.Starmann)

 

 

Tendern - Für viele Kinder ein Vergnügen - für Familien mit Kleinkindern oder Personen mit Gehbehinderungen nicht immer einfach. Doch was heißt eigentlich tendern?!

Tendern bedeutet, dass nicht mit dem großen Kreuzfahrtschiff im Hafen angelegt wird, sondern dieses in einiger Entfernung zur Küste vor Anker liegt. Um an Land zu kommen, werden dann kleinere motorisierte Boote benutzt, die ebenso wie die Rettungsboote an den Seiten des Schiffs hängen. Diese Boote werden auch Beiboote oder Dinghis (Dhingy) genannt.

Der Begriff "Tender" kommt aus der englischen Sprache von "to (at)tend", was soviel bedeutet wie "Sorge tragen"/ "sichern" aber auch "besuchen" "warten" - und genau das alles machen Tenderboote. 

Und so ist es bei großen Schiffen mit den Tenderbooten - wann immer das große Kreuzfahrtschiff nicht direkt am Hafen oder an der Küste anlegen kann -wird ein Tenderboot benutzt, um dafür zu sorgen, dass die Passagiere sicher an Land gelangen.

Manche, vorwiegend kleinere, Kreuzfahrtschiffe haben statt großer Tenderboote auch motorisierte Schlauchboote - oft auch als Zodiacs bezeichnet.

Getendert wird immer dann, wenn keine geeigneten Liegeplätze im betreffenden Hafen zur Verfügung stehen, sei es aus Naturschutzgründen oder wegen des Tiefgangs des Schiffes. Dann geht es mit kleinen Booten zur Anlegestelle.

Passagiere mit gebuchten Ausflügen dürfen zuerst von Bord, danach alle anderen - Auf manchen Schiffen werden zudem sogenannte Tendertickets vergeben.

Wer das tendern vermeiden (oder auch das Gegenteil!) möchte, sollte auf den Routenplan gucken - in der Regel sind Tenderhäfen besonders z.B. mit einem Ankersymbol gekennzeichnet.

Gut festhalten ist angesagt!

Frederic und Lucas lieben es zu tendern - am liebsten setzen sie sich nach oben direkt neben den Tenderkapitän. beim tendern schaukelt es je nach Seegang deutlich mehr als auf dem großen Kreuzfartschiff, deshalb muss man sich gut hinsetzen und vor allem Eltern müssen ihre kleineren Kinder gut festhalten. 

Auch ein Buggy oder Kinderwagen kann durchaus mit ins Tenderboot - aus Sicherheitsgründen müssen Eltern ihre Babies oder Kleinkinder meist aber beim Umstieg  ins Tenderboot tragen und der Buggy wird extra hineingehoben.

Und so läuft das Tendern ab:

Man geht zum Ausstieg, der sich in der Regel auf einem der ganz niedrigen Decks befindet zur Tenderluke - dort steigt man mit einem großen Schritt um ins Tenderboot - aber keine Angst, beim Einstieg steht jeweils rechts und links Crewmitglieder, die helfen und aufpassen, dass niemand ins Wasser fällt.

Am Tenderhafen / also an der Anlegestelle der Tenderboote angekommen geht es ganz sicher an Land - hier wackelt dann auch kaum noch etwas.

Wie Tenderboote, die ja auch gleichzeitig als Rettungsboot dienen, getestet werden, das erfahrt Ihr übrigens in unserem Forum in diesem Thread: Tenderboote & Rettungsboote

 

 

 

Personen, die im Rollstuhl sitzen dürfen oftmals leider nicht tendern, weil es zu gefährlich wäre sie mit Rollstuhl ins Boot zu heben. Bei ganz ruhiger See, gibt es hier aber auch Ausnahmen.

 

 

 
 

 

Kids on Cruise Copyright © 2009-2014. All Rights Reserved.
www.kids-on-cruise.de