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Kreuzfahrtwissen - nicht nur für Kids: Was heißt "bunkern?

Es wird gebunkert - frische Früchte für AIDAdiva 

 

Bunkern für 2600 Menschen an Bord der AIDAdiva - eine Kids-on-Cruise.de Reportage

 

(Autorin & copyright Christine Starmann) Alle Artikel sind urheberrechtlich geschützt - kein Abdruck ohne vorherige Genehmigung

Bunkern - so nennt man es, wenn ein Schiff in erster Linie Treibstoff aber auch Ladung wie z.B. Lebensmittel aufnimmt.

 

Wir haben uns das mal an Bord der AIDAdiva genauer angeguckt, wie "bunkern" eigentlich abläuft:

Wieviel jeweils gebunkert werden muss, das entscheidet jemand, der sich mit Zahlen und Verbrauchsmengen genau auskennt - der 1.Provision Manager (Provision Master)  des Schiffs. Er ist also dafür zuständig, dass immer genug Proviant für Passagiere und Crew an Bord ist und dass die Eiscreme nicht nach dem 2. Reisetag ausgeht.

 

Bunkern - Lebensmittel für Passagiere und Crew - Bild: www.kids-on-cruise.de

Wieviel muss überhaupt an Bord ? - die Proviant Planung 

Einen ganz schön wichtigen Job  hat der Provision Master also und hier den Überblick zu behalten ist eine logistische Meisterleistung - denn auf dem Schiff finden je nach Belegung weit über 2000 Passagiere in 1015 Kabinen Platz und ca. 640 Besatzungsmitglieder aus manchmal bis zu 19 Nationen kümmern sich um die Gäste.

Und wer weiß schon im voraus, ob mehr Ananas Liebhaber an Bord sind oder mehr Äpfel-Liebhaber und wieviel Appetit die Reisegäste mitbringen?

Dazu greift First Provision Manager / Provision Master Kai Wiehle auf seine langjährige Erfahrung zurück und stimmt sich zudem regelmäßig mit den Küchenchefs ab.

Während einer einwöchigen Kreuzfahrt gibt es meist einen festen Basishafen, in dem auch gebunkert wird. Dabei kann es aber auch sein, dass ganz bestimmte Waren oder Lebensmittel  in jeweils anderen Häfen an Bord genommen - also gebunkert werden.

 

Bunkern - Lebensmittel für Passagiere und Crew - Bild: www.kids-on-cruise.de

 Die meisten Lebensmittel kommen in riesigen Containern aus Deutschland und werden erst von Hamburg zum Basishafen gebracht, aber manchmal wird insbesondere von den Köchen des AIDA Restaurants „Rossini“, auch direkt in den jeweiligen Häfen zugekauft, z.B. bestimmte Fisch-Spezialitäten, die es dann abends ganz frisch im Restaurant gibt.

Und so sieht es aus, wenn gebunkert wird:  

 

 Die LKW`s und Container mit der Ladung müssen pünktlich am Hafen sein - denn das Schiff hat nur begrenzte Liegezeiten und jede einzelne Palette mit Ware wird akribisch im Hinblick auf Qualität und auch etwaige Schädlinge kontrolliert, bevor sie an Bord genommen werden darf.

Bunkern - Lebensmittel für Passagiere und Crew - Bild: www.kids-on-cruise.de    

   

Die Ware wird genau kontrolliert...

 

...erst dann darf sie aufs Schiff...

 

...und in die Lager

Allein auf unserer Reise wurden übrigens verbraucht:

7,7 Tonnen Fleisch 4,8 Tonnen Fisch

10,1 Tonnen Gemüse, 11 Tonnen Obst ( davon allein 3 Tonenn Ananas )

außerdem: 38220 Eier & 2500 Liter Eiscreme

getrunken wurden unter anderem 2800 Liter Bier, 3240 Liter Rotwein, 3615 Liter Weißwein und Softdrinks und Wasser noch viel mehr! Ganz schön viel – oder ?! 

  

 

Bunkern - Lebensmittel für Passagiere und Crew - Bild: www.kids-on-cruise.de

 

An Bord angenommen, kommen die frischen Waren in riesige Kühlräume .

Je nach Warengruppe werden diese speziell temperiert. Und  so gibt hier gleich 10 riesige Kühlräume, die zum Teil bis minus 24Grad kalt sind.

„bibber“ – das war ganz schön kalt – erst recht, wenn draußen warme 30 Grad sind.

In diesem Labyrinth aus Gängen und Treppen kann man sich ganz schön schnell verlaufen.

 

Lagerraum, Kühlraum AIDA

 

 Die Getränke an Bord werden in gigantischen 500l – 1200l hygienischen Stahl-Tanks gelagert und gekühlt und in den regelmäßig gereinigten Leitungen direkt in die 7 verschiedenen Restaurants und 11 Bars geleitet.

 Und was passiert eigentlich mit den ganzen Abfällen? Auch das wurde uns gezeigt! Die AIDAdiva hat nämlich ein eigenes Müllverbrennungs – und Recycling System an Bord. Aber dazu erfahrt Ihr mehr an dieser Stelle.

Der anfallende Müll wird nämlich getrennt, getrocknet und gepresst und entweder direkt verbrannt oder im nächsten Hafen entsorgt. Im Meer landet außerhalb der 12 Meilenzone nur selten Brot und unbehandelte Lebensmittel als Fischfutter und auch nur dann, wenn das Schiff sehr weit weg ist vom nächsten Hafen, mindestens 12 Meilen.

http://www.kids-on-cruise.de/forum/board38-reiseberichte/board39-reiseberichte-zur-see/

 

 

 
 

 

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